Gericht entscheidet: Trumps Name muss innerhalb von 14 Tagen vom Kennedy Center entfernt werden

Trumps Name muss vom Kennedy Center entfernt werden, nachdem ein Bundesrichter geurteilt hat, dass die umstrittene Umbenennung gegen US-amerikanisches Recht verstößt.

Donald Trumps Versuch, seinen Namen auf dem Washingtoner Kennedy Center zu verewigen, hat eine empfindliche juristische Niederlage erlitten.

Ein Bundesrichter entschied am Freitag, dass dem von Trump eingesetzten Vorstand des Kennedy Centers die rechtliche Befugnis fehlte, das Wahrzeichen ohne Zustimmung des Kongresses umzubenennen.

Das Urteil bedeutet, dass alle Verweise auf das „Trump Kennedy Center“ innerhalb von 14 Tagen entfernt werden müssen.

Umbenennung muss vom Kongress genehmigt werden

Die Kontroverse geht auf Dezember 2025 zurück, als der Vorstand des Kennedy Centers dafür stimmte, die Veranstaltungsstätte in „The Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ umzubenennen.

Das Kennedy Center ist Washingtons bedeutendstes Kulturzentrum, vergleichbar mit der Berliner Philharmonie oder dem Wiener Burgtheater. Der Schritt löste Proteste von Demokraten, Mitgliedern der Kennedy-Familie und Rechtsexperten aus, die argumentierten, dass das Bundesrecht die Befugnis zur Benennung dem Kongress vorbehält.

Der US-Bezirksrichter Christopher Cooper stimmte dem zu.

„Der Kongress hat dem Kennedy Center seinen Namen gegeben, und nur der Kongress kann ihn ändern“, schrieb Cooper in seinem Urteil.

Der Richter ordnete die Entfernung aller physischen Beschilderungen und offiziellen Verweise mit Trumps Namen an, einschließlich der Aufschriften am Gebäude selbst.

Mikrofone sollen bei der Abstimmung stummgeschaltet worden sein

Die rechtliche Anfechtung wurde von der demokratischen Abgeordneten Joyce Beatty aus Ohio eingereicht, die sagte, sie sei daran gehindert worden, sich bei der Vorstandsabstimmung gegen die Umbenennung auszusprechen.

Beatty behauptete, die Mikrofone seien stummgeschaltet worden und die Abstimmung sei – entgegen den damaligen Behauptungen des Weißen Hauses – nicht wirklich einstimmig gewesen.

Ihre Darstellung wurde später von Jack Schlossberg, dem Enkel von John F. Kennedy, auf Social Media bestätigt. Schlossberg behauptete, „die Mikrofone wurden stummgeschaltet“ während des Treffens und die Abstimmung sei „NICHT einstimmig“ gewesen.

Cooper blockierte außerdem Pläne, das Kennedy Center für zwei Jahre für umfangreiche Renovierungsarbeiten zu schließen, da der Vorstand seine rechtlichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß abgewogen habe.

Nach dem Urteil erklärte Roma Daravi, Vizepräsidentin des Kennedy Centers, die Organisation sei zuversichtlich, dass ein Berufungsverfahren erfolgreich sein werde.

„Wir bleiben entschlossen, jeden rechtlich zulässigen Weg zu verfolgen“, sagte Daravi.

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