Tweet about this on Twitter Pin on Pinterest Share on Facebook

Studie: Elternsein macht nicht zwangsläufig glücklich – jeder Fünfte würde keine Kinder mehr bekommen

Wir lieben Kinder, Sie auch?

Wir waren immer der Meinung, dass Kinder zu haben, das fehlende Puzzleteil zum perfekten Familienglück wäre.

Doch weit gefehlt. Eine Studie löst diesbezüglich eine heiße Debatte aus, da sie aufzeigt, dass das Elternsein in Deutschland idealisiert wird.

Denn 20 Prozent aller Befragten, Männer und Frauen, würden sich gegen das Elterndasein entscheiden, wenn sie noch einmal bestimmen könnten.

 

Die deutsche Studie basiert auf einer Vorgängerstudie „Regretting Motherhood“ (Bedauern der Mutterschaft) der israelischen Soziologin Orna Donath, die eine Anzahl an Frauen interviewte, die alle verneinten, als die Frage gestellt wurde, ob sie sich noch einmal für ein Kind entscheiden würden.

Dieses Ergebnis löste eine riesige Diskussion aus, in denen Menschen weltweit Unverständnis und Gehässigkeit ausdrückten, gleichzeitig jedoch auch sehr viel Empathie.

Vor allem der Twitter-Hashtag #regrettingmotherhood und die Reaktionen darauf, waren die Basis für Bücher und weitere Studien.

Doch was denkt Deutschland wirklich über das Elterndasein? Füllen Kinder tatsächlich die Lebenslücken, die man anders niemals füllen könnte?

Shutterstock

Die Studie des Marktforschungsinstituts YouGov liefert Klarheit: 20 Prozent der deutschen Eltern stimmten der folgenden Aussage zu: „Wenn ich mich heute noch einmal entscheiden könnte, würde ich keine Kinder mehr bekommen.“

In der Studie wurden, im Gegensatz zur Vorstudie „Regretting Motherhood“, nicht nur Mütter, sondern auch Väter befragt.

Die Ergebnisse verblüfften uns, da mehr als ein Drittel aller Befragten zugaben, dass ihr Kind kein Wunschkind war.

„Man kann das Leben trotz recht zuverlässiger Verhütungsmittel eben doch nicht so genau takten – manches passiert einfach,“ schreibt ZeitJung.

Shutterstock

Woran liegt es jedoch genau, dass deutsche Eltern das kinderlose Leben in der heutigen Zeit vorzögen?

Hier sind die drei auffälligsten Gründe:

  1. Einschränkung der persönlichen EntfaltungMehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass das Elternsein zumindest manchmal mit der Einschränkung der persönlichen Entfaltung einhergeht.

    Von den Menschen, die das Elternsein bereuten, sagten nur 63%, dass das Mutter- bzw. Vatersein Genugtuung bereitet.

  2. Fehlende BetreuungsmöglichkeitenSo schön es auch ist, das Kind zum ersten Mal glücklich mit anderen im Kindergarten spielen zu sehen, klagen 74% der Eltern, dass passende Betreuungsmöglichkeiten fehlten.
  3. Familie vs. KarriereFast die Hälfte aller befragten Frauen gaben an, dass ihre Karriere besser verlaufen wäre, hätten sie keine Kinder gehabt.

    Überraschend war für uns außerdem, dass jeder fünfte Mann genauso darüber dachte, auch wenn er nicht unbedingt das Elternleben bereute.

    Der Prozentanteil der „bereuenden“ Menschen, die sagen, ihre Karriere wäre ohne Kinder besser verlaufen, steigt auf 60% an.

Shutterstock

Insgesamt scheint das Verständnis für diese Ergebnisse in Deutschland relativ groß zu sein, da immerhin 54% aller Eltern es nachvollziehen können, dass es Mütter gibt, die ihre Mutterschaft bereuen.

Das Gute jedoch ist, dass 95% aller Mütter und Väter angaben, ihre Kinder trotzdem zu lieben.

 

 

Diese interessante Studie zeigt den Mythos Elternglück in Zahlen ausgedrückt aus. Für uns gibt es dennoch nichts Schöneres, als abends zu unseren Liebsten zurückzukehren, unsere Partner und Kinder in den Arm zu nehmen und die Liebe der Familie zu spüren.

Wenn auch Sie Ihr/e Kind/er bedingungslos lieben, teilen Sie diesen Beitrag gerne.

 

Lesen Sie mehr über ...