Eishockey-Reporterin Jessi Pierce und ihre drei Kinder bei Hausbrand gestorben

Die Hockey-Welt trauert: Die in Minnesota ansässige Reporterin Jessi Pierce und ihre drei kleinen Kinder sind in den frühen Morgenstunden eines Samstags bei einem verheerenden Hausbrand ums Leben gekommen. Sie wurde 37 Jahre alt.

Jessi Pierce – Eine der bekanntesten Eishockey-Journalistinnen der USA

Jessi Pierce war eine der bekanntesten Eishockey-Journalistinnen der USA. Für deutsche Leser: Eishockey hat in Nordamerika einen ähnlichen Stellenwert wie Fußball in Deutschland – die NHL (National Hockey League) ist die bedeutendste Profiliga der Welt, und ihre Reporter genießen hohes öffentliches Ansehen.

Pierce war eine Reporterin, die kein Blatt vor den Mund nahm und ihre Berichterstattung über das Spiel und die Spieler auf dem Eis mit Ehrlichkeit, Sachverstand und einer Prise Humor bereicherte. Ihre Stimme wurde durch mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Berichterstattung über ihr Heimteam, die Minnesota Wild, geprägt – einem der 32 Proficlubs der NHL mit Sitz in Minneapolis, Minnesota. Diese Treue zu ihrem Heimteam brachte ihr tiefen Respekt in der gesamten Hockey-Welt ein.

Doch nun ist sie tot – zusammen mit ihren drei Kindern.

Das Feuer brach kurz vor 5:30 Uhr morgens in White Bear Lake aus – einer Vorstadt von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota –, wo die Einsatzkräfte eintrafen und das Haus bereits vollständig in Flammen vorfanden, wie lokale Behörden mitteilten. Die Behörden bestätigten zunächst, dass eine erwachsene Person und drei Kinder ums Leben gekommen waren, ohne jedoch ihre Identität preiszugeben.

Auch ein Familienhund wurde tot am Brandort aufgefunden.

Eine Nachbarin schilderte die erschreckenden Momente, als sich das Feuer rasend schnell durch das Haus fraß.

„Wir schliefen. Als uns die Polizisten weckten, war es wie ein Tornado aus Rauch“, sagte Julie Andrus gegenüber der Minnesota Star Tribune und erinnerte sich an das Chaos, während die Ersthelfer eintrafen.

Die NHL bestätigte später die erschütternde Nachricht und veröffentlichte eine Erklärung zu Ehren von Pierce und ihren Kindern. Die Liga, die 32 Teams aus den USA und Kanada umfasst und als bedeutendste Eishockeyliga der Welt gilt, würdigte Pierce als langjähriges Mitglied ihres Medienteams.

„Die gesamte Familie der National Hockey League sendet ihre Gebete und ihr tiefstes Mitgefühl an die Familie Pierce anlässlich des Todes von Jessi Pierce und ihren drei kleinen Kindern“, erklärte die Liga.

„Jessi liebte unseren Sport und war ein Jahrzehnt lang ein geschätztes Mitglied des NHL.com-Teams. Wir werden sie sehr vermissen.“

Der Hockeyjournalist Michael Russo identifizierte die Kinder später als Hudson, Cayden und Avery und teilte mit, dass Pierce von ihrem Ehemann Mike überlebt wird.

Letztes Bild vor der Tragödie

Nur einen Tag vor der Tragödie hatte Pierce auf Social Media Fotos von einem Besuch in einer lokalen Eisdiele mit ihren Kindern gepostet – ein Schnappschuss eines glücklichen Moments, der den Verlust nun umso herzzerreißender macht.

Pierce verbrachte das vergangene Jahrzehnt damit, die Minnesota Wild für NHL.com zu begleiten, und genoss in der Hockey-Gemeinschaft hohes Ansehen. Sie schrieb außerdem für The Athletic – eine der führenden Sportjournalismus-Plattformen Nordamerikas –, arbeitete zu Beginn ihrer Karriere direkt mit dem Team zusammen und war Co-Moderatorin des beliebten Podcasts Bardown Beauties, der sich an weibliche Eishockey-Fans richtet.

Als Absolventin der Iowa State University schrieb sie im Laufe ihrer Karriere für verschiedene Medien, darunter USA Hockey und regionale Hockey-Publikationen, und erarbeitete sich den Ruf als leidenschaftliche und engagierte Stimme des Sports.

Nach der tragischen Nachricht meldete sich Andrew Brunette, Cheftrainer der Nashville Predators – einem weiteren NHL-Club aus dem US-Bundesstaat Tennessee –, mit einem emotionalen Abschiedsgruß zu Wort:

„Ich möchte mein Beileid für Jessi Pierce aussprechen. Ich kannte sie seit langer Zeit. Sie war ein wunderbarer Mensch, liebte Hockey, liebte Menschen – jemand, auf dessen Begegnungen ich mich immer gefreut habe, wenn ich nach Minnesota kam. Es ist ein trauriger Tag für den Hockey-Sport. Ihre Leidenschaft für das Spiel, ihre Leidenschaft für die Wild, ist unübertroffen, und wir werden sie vermissen. Es ist eine Tragödie.“

Ihr plötzlicher Tod – gemeinsam mit ihren Kindern – hinterlässt eine tiefe Lücke in ihrer Gemeinschaft und in der Hockey-Welt.

Ruhe in Frieden, Jessi!

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