Die 21-jährige Maria Eduarda Rodrigues de Freitas starb, nachdem sie bei einem Bungee-Jumping-Event von einer Brücke gestossen wurde – ohne Sicherungsseil. Einige Mitarbeiter des Unternehmens versuchten zu fliehen, wurden aber von der Polizei gefasst. Nun wurde bekannt, dass einer von ihnen der Polizei gegenüber eine erschreckende Aussage machte.
Die 21-Jährige stürzte am Samstag bei einem Bungee-Jumping-Event in Limeira, São Paulo, rund 40 Meter von einer Brücke in die Tiefe. Maria Eduarda Rodrigues de Freitas wurde Berichten zufolge ohne Sicherungsseil von der Plattform der bekannten „Skeleton Bridge“ gestossen.
Zeugen schilderten, dass sie von zwei Männern auf die Plattform geführt wurde, bevor sie über die Kante gestossen wurde. Erst Sekunden später bemerkten Umstehende, dass sie nicht gesichert war, und begannen in Panik zu schreien.
Online kursierende Videos zeigen das Sicherungsseil aufgewickelt auf dem Boden – statt am Gurt der jungen Frau befestigt. Trotz sofortigem Rettungseinsatz wurde Maria Eduarda noch am Unfallort für tot erklärt.
Laut Zeugenaussagen gegenüber der Militärpolizei hatten die Bungee-Instruktoren das Sicherungsseil vor dem Sprung nicht befestigt. Ermittler prüfen nun, ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden.
„Ich kann mich nicht erinnern“
Die Behörden haben eine Untersuchung des tödlichen Unfalls eingeleitet – doch zunächst schien es, als wollten die Verantwortlichen nicht kooperieren. Einige der mutmasslich Verantwortlichen flohen in ein nahegelegenes Waldgebiet, wurden aber nach einer Hubschraubersuche gefasst und am Wanderweg Ponte do Esqueleto festgenommen.
Einer der Festgenommenen, Luis Felipe, gab an, er und die anderen Instruktoren hätten rund 34 Dollar pro Sprung verdient. Feste Zuständigkeiten habe es nicht gegeben, Ausrüstungskontrollen seien „gemeinsam“ durchgeführt worden. Auf die Frage, wer für die abschliessende Sicherheitskontrolle vor Marias Sprung verantwortlich gewesen sei, antwortete er der Polizei: „Ich kann mich nicht erinnern.“
Sechs Festnahmen nach tödlichem Sturz
Ein weiterer Verdächtiger, Maicon Fernandes Cintra, soll der Polizei dieselbe Antwort gegeben haben. Laut People Magazine wurden insgesamt sechs Personen im Zusammenhang mit dem tödlichen Sturz zur Befragung vorgeladen, wie ein Sprecher der Regierung von São Paulo bestätigte.
Drei Männer im Alter von 27, 32 und 42 Jahren wurden noch am Tatort festgenommen und wegen Totschlags angeklagt.
„Das war ein Team, das nicht reguliert war und nicht einmal die Genehmigung hatte, dort tätig zu sein“, erklärte Ermittlerin Andrea Dantas Levy. „Sie organisierten dieses Event, und dieser Todesfall ereignete sich meiner Einschätzung nach aufgrund eines Versagens bei der Überprüfung und Überwachung der Befestigung des Seils am Gurt des Opfers.“
Unsere Gedanken sind bei Maria Eduardas Familie.