Frau trifft auf Wanderung eine Wanderin und ruft kurz darauf die Polize

Frau trifft auf Wanderung eine Wanderin und ruft kurz darauf die Polizei – ihr Bauchgefühl rettet ihr Leben

Man sagt zwar gemeinhin, dass man viel mehr auf sein Bauchgefühl hören müsste, doch in der Regel tun das die wenigsten Menschen. Zu sehr wollen sie rationale Gründe für ihr gutes oder ungutes Gefühl finden.

Allerdings sollte man hin und wieder ruhig auf seinen Bauch hören, wie der folgende Fall beweist. Denn das Bauchgefühl von Nancy Abells rettete einem Fremden das Leben.

Nancy Abell lebt im Norden Washingtons, USA und verbringt einen Großteil ihrer Freizeit mit Wandern in der Natur. In dem Teil des Landes, in dem sie lebt, befinden sich viele schöne Wanderwege und viel Natur.

Man hat also leicht die Möglichkeit, über Stock und Stein zu laufen und frische Luft zu schnappen.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, bei diesen Wanderungen auf andere Wanderer zu treffen, allerdings war es genau diese Begegnung, die bei Nancy ein schlechtes Gefühl auslöste.

Wanderweg über 640 Kilometer lang

Als Nancy wieder einmal auf einem Wanderweg unterwegs war, traf sie auf eine Frau namens Katharina Groene. Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt beide an derselben Stelle waren, hatte Katharina schon eine viel größere Strecke hinter sich gebracht. Ihre Reise hatte nämlich an der mexikanischen Grenze begonnen.

Katharina erzählte ihr, dass sie in Deutschland lebe, sich aber entschlossen habe, „durch die USA“ zu wandern, weil sie „die Hoffnung in die Menschheit verlor“.

Der Pacific Crest Trail, so wird dieser Wanderweg genannt, ist etwas mehr als 640 Kilometer lang. Katharina hatte bereits einen Großteil der Strecke hinter sich, als sie auf Nancy traf. Bis zur kanadischen Grenze waren es nur noch 200 Kilometer, diese Strecke war laut CBS Evening News aber besonders gefährlich.

Foto: YouTube / CBS

Frau warnt sie

Nancy, die viel in dieser Gegend unterwegs gewesen war, wusste, dass die Wetterbedingungen weiter oben sehr kalt und unangenehm sein konnten. Allein in der Wildnis unterwegs zu sein, nachdem man mehrere Wochen hintereinander gewandert ist, kann daher ein großes Risiko bedeuten.

„Im Grunde sagte ich ihr: „Wenn du meine Tochter wärst, würde ich dich das nicht tun lassen““, sagte Nancy später.

Doch Katharina hörte nicht auf sie und ging weiter ihren Weg. Nancy ließ diese Begegnung allerdings nicht los.

Tage vergingen und Nancy dachte immer wieder an die Frau, die sie bei der Wanderung getroffen hatte und machte sich Sorgen, wie es für sie wohl weitergegangen war.

Meldete sie als vermisst

Als Nancy dann sah, dass ein schwerer Schneesturm über das Gebiet ziehen würde, in dem die Frau unterwegs war, entschied sie sich zu handeln.

Sie alarmierte die Feuerwehr und forderte, dass man mit einem Hubschrauber nach der vermissten Wanderin suchen sollte, obwohl Katharina gar nicht als vermisst gemeldet wurde.

Rückblickend war es aber genau die richtige Entscheidung.

Als der Hubschrauber nämlich Katharina fand, war sie wirklich in größter Gefahr und musste gerettet werden.

Die Hubschrauberbesatzung teilte mit, dass Nancy mit ihrem Anruf Katharina das Leben gerettet habe.

„Ich werde sie für den Rest meines Lebens als eine Heldin ansehen“, sagte der Polizist J. Adams.

Zum Glück hat die Frau auf ihr Bauchgefühl gehört und rechtzeitig die Einsatzkräfte gerufen.

Ansonsten hätte das Schicksal der Wanderin wohl einen schlimmen Verlauf nehmen können.