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Niedersachsen: Demente Seniorin (†82) findet Eingang von Seniorenheim nicht – erfriert nachts bei -17 Grad

Seitdem die Temperaturen in Deutschland gefallen sind und vielerorts Schnee für Chaos gesorgt hat, kann man froh sein, wenn man ein Dach über dem Kopf hat.

Denn bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ist jeder Gang ins Freie eine potenzielle Gefahr und ohne angemessene Kleidung kann es auch schon gesundheitsgefährdend sein.

Umso wichtiger ist es, dass man Menschen hilft und unterstützt, die nicht mehr allein auf sich aufpassen können. Sei es aus Gründen des Alters oder der Gesundheit, in solchen Fällen ist Hilfe unabdingbar.

Hätte man sich dieses Vorhaben zu Herzen genommen, wäre wohl der schreckliche Vorfall, der sich in Niedersachsen ereignete, verhindert werden können.

Dort hatte eine 82-jährige Seniorin nicht mehr den Eingang ihres Seniorenheims gefunden, was sie letztendlich das Leben kostete, wie der Focus berichtete.

Frau wollte ihre Schwester besuchen

Das schreckliche Schicksal der demenzkranken Frau begann am Samstagabend.

Im Seniorenheim wurde zwar die Schlafenszeit eingeläutet, doch L. dachte nicht daran, ins Bett zu gehen. Sie wollte laut der Bild lieber ihre Schwester besuchen.

Dabei vergaß die Seniorin wohl, dass diese eigentlich 240 Kilometer entfernt wohnt und es draußen bereits eiskalt geworden war.

Dennoch zieht sich 82-Jährige ihre Schuhe und eine Jacke und will sich auf den Weg machen. Auf dem Gang wird aber eine Pflegerin auf die alte Frau aufmerksam und fordert sie auf, zurück auf ihr Zimmer zu gehen.

Wie es dann weiterging, ist ungewiss. Man weiß nicht einmal, ob L. dieser Aufforderung nachkommt. Kurz darauf soll sie nämlich das Seniorenheim durch den Notausgang neben ihrem Zimmer verlassen haben und anschließend in der beißenden Kälte stehen.

Über die folgenden Minuten ist laut der Tageszeitung nichts bekannt. Es wird vermutet, dass L. schnell zurück ins Seniorenheim wollte, sie aber nicht mehr reinkam. Die Notausgangstür lässt sich nur von innen öffnen.

Natürlich gibt es auch einen Haupteingang, der sich nur wenige Meter neben der dementen Frau befindet, allerdings muss die Seniorin, die zu diesem Zeitpunkt 32 Kilogramm auf die Waage bringt, diesen vergessen haben.

An diesem Abend wird die Klingel nämlich nicht mehr betätigt.

Pflegerinnen entdecken tote Frau am Morgen

Pflegerinnen der Frühschicht machen dann gegen 6:30 Uhr am Valentinstag die schreckliche Entdeckung: Sie finden die erfrorene 82-Jährige.

Internist Dr. Andreas Börger sagte gegenüber der Zeitung:

„Wenn eine Person leicht bekleidet ist, nur 32 Kilo wiegt, dann hält das ein Körper nicht länger als zwei bis drei Stunden aus.

Irgendwann wird man ohnmächtig.“

Er geht davon aus, dass die 82-Jährige nur wenige Stunden in der Kälte überlebt haben dürfte.

Die Familie der verstorbenen L. ist über den dramatischen Erfrierungstod entsprechend erschüttert.

Die Nichte der Seniorin sagte:

„Ich möchte mir nicht vorstellen, wie qualvoll sie in der Kälte gestorben ist.“

Und sie hat auch eine Frage an das Seniorenheim:

„Warum bemerkte keiner ihre Verschwinden?“

Die Polizei hat sich mittlerweile eingeschaltet und Ermittlungen eingeleitet.

Man mag sich gar nicht vorstellen, was diese arme Frau in ihren letzten Stunden auf dieser Erde durchlebt haben muss.

Ruhe in Frieden, armer Engel.

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