Der bekannte YouTuber Jesse Ridgway und seine Frau Ashley erwarteten ein Baby. Nun haben die beiden angekündigt, die Schwangerschaft abgebrochen zu haben, da das Baby mit hoher Wahrscheinlichkeit das Down-Syndrom gehabt hätte. Die Entscheidung, sie öffentlich zu machen, hat eine gewaltige Welle der Kritik ausgelöst.
Jesse Ridgway, bekannt unter seinem Online-Namen „McJuggerNuggets“, ist ein US-amerikanischer YouTuber mit über 4,3 Millionen Abonnenten. Er wurde vor allem durch dramatische, teils inszenierte Familienstreitigkeiten bekannt, die er über Jahre hinweg auf YouTube dokumentierte. Seit über zwei Jahrzehnten ist er auf der Plattform aktiv und gilt als einer der Pioniere des Reality-Content auf YouTube.
YouTuber Jesse Ridgway und Frau brechen Schwangerschaft nach Down-Syndrom-Diagnose ab
Er und seine Frau gaben. un die Nachricht am Mittwoch auf Instagram bekannt, wie Page Six berichtete.
„Diese Woche haben meine Frau und ich die sehr schwere Entscheidung getroffen, die Schwangerschaft aufgrund von Trisomie 21 abzubrechen“, schrieb Jesse Ridgway.
Laut den US-amerikanischen Gesundheitsbehörden (CDC) ist Trisomie 21 – auch bekannt als Down-Syndrom – ein „genetischer Zustand, bei dem eine Person mit einem zusätzlichen Chromosom geboren wird.“
Im März gaben die beiden bekannt, dass sie ein Kind erwarten. Im April teilten sie die Nachricht, dass ihr Baby eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit habe, mit Down-Syndrom geboren zu werden. Ridgway schrieb, dass sie diese Entscheidung nicht „leichtfertig“ getroffen hätten.
„Wir sind am Boden zerstört. Das war für uns beide extrem traumatisch, besonders für Ashley“, schrieb er und erklärte, dass Ashley den Eingriff Anfang der Woche durchführen ließ und „alles reibungslos verlief.“
Jesse Ridgway teilte auch Details über die mit dem Down-Syndrom verbundenen gesundheitlichen Risiken, darunter eine verkürzte Lebenserwartung, schlechte Muskelspannung und eingeschränkte Immunfunktion.
„Das Down-Syndrom ist keine ‚Gabe‘, es ist aus gesundheitlicher Sicht objektiv schwer“, fuhr er fort. „Mir war nicht klar, wie schwierig es für das Kind ist, ganz zu schweigen von der Familie.“
Massive Kritik und Todesdrohungen
Die öffentliche Reaktion war enorm. Der Beitrag wurde auf X mehr als 17,5 Millionen Mal aufgerufen und löste eine hitzige Debatte aus.
Ridgway erklärte, er sei von der Intensität der Kritik schockiert gewesen. Er habe „noch nie so viel Hass und Verbitterung“ gegenüber Menschen erlebt, die „um den Verlust ihres ungeborenen Kindes trauern“ und eine „unmögliche Entscheidung“ treffen mussten. Er berichtete, das Paar habe Beleidigungen, Vergleiche mit Hitler und „nicht aufhörende Todesdrohungen“ erhalten.
Auch US-Repräsentantenhaus-Sprecher Mike Johnson meldete sich zu Wort und erklärte, das Leben des Kindes habe trotz der medizinischen Diagnose einen Wert.
Die frühere Schwimmerin und Aktivistin Riley Gaines kommentierte den Fall auf X gegenüber ihren 1,6 Millionen Followern und kritisierte die Entscheidung. Weitere prominente Stimmen aus dem konservativen und Lebensschutz-Lager schlossen sich der Kritik an.
Ridgway wehrte sich gegen Vorwürfe, das Paar hätte das Kind zur Adoption freigeben können. „So viele sagen, sie hätten das Kind behalten, zur Adoption freigegeben oder seien plötzlich bereit, ein Kind mit Down-Syndrom zu adoptieren. Das ist großartig. Ihr könnt das alles tun. Viele derjenigen, die Steine werfen, haben jedoch nicht einmal Kinder, geschweige denn eines mit einer Behinderung, und werden die Dinge, die sie ankündigen, höchstwahrscheinlich nie tun.“
Ridgway schloss mit einer Botschaft an Menschen mit Down-Syndrom oder Autismus: „Ihr seid wichtig und wir sind froh, dass ihr hier seid. Ich bewundere euch und eure Familien für die Stärke und den Mut, weiterzumachen.“
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