Symbolbild: Motortion Films/Shutterstock

Falsche Jugendamt-Mitarbeiter wollen Kinder aus Elternhaus wegnehmen

Gelsenkirchen/Nordrhein-Westfalen: Wenn Eltern an die schlimmsten Dinge denken, die passieren können, kommt wohl kurz nach dem Tod oder einer unheilbaren Krankheit der Kinder, der Moment, dass Fremde vor der Tür stehen und das Kind mitnehmen wollen.

Die Angst davor, dass das Jugendamt einem die eigenen Kinder wegnimmt, ist wohl oft auch vollkommen unbegründet, solange man gut und liebevoll für seine Kinder sorgt.

Das dachte auch ein Elternpaar aus Gelsenkirchen, bis plötzlich zwei unbekannte Männer vor der Haustür standen und ihr Kind mitnehmen wollten. Das Unheimliche: Die Männer waren nicht vom Jugendamt.

Zum Glück blieben die Eltern standhaft.

Falsche Jugendamt-Mitarbeiter wollen Kind

Die Stadt Gelsenkirchen wendet sich mit einer sehr ernsten Warnung an seien Bewohner.

„Es gibt Hinweise darauf, dass sich derzeit in Gelsenkirchen Personen für Mitarbeiter des Jugendamts ausgeben und an Haustüren klingeln.

Dabei soll in einem Fall die Herausgabe eines Kindes gefordert worden sein.“

Nachdem zwei unbekannte Männer bei einer Familie klingelten, wiesen sie sich als Mitarbeiter des Jugendamtes aus und wollten das Kind der Familie mitnehmen.

Die Eltern wollten Dienstausweise sehen, den die Männer nicht zeigen konnten. Als die Eltern daraufhin klarmachten, dass sie ihr Kind nicht herausgeben werden, gingen die Männer und fuhren mit einem Auto weg.

‼ Achtung: Falsche Mitarbeiter des Jugendamtes unterwegs‼ Es gibt Hinweise darauf, dass sich derzeit in #Gelsenkirchen…

Gepostet von Gelsenkirchen.de am Freitag, 13. Dezember 2019

Oliver Schäfer, der Pressesprecher der Stadt Gelsenkirchen, erklärte:

„Zum Glück hat die Familie richtig reagiert und sich geweigert, ihr Kind herauszugeben. Sofort riefen sie das Jugendamt an und fragten nach.“

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Vor einem halben Jahr sollen Unbekannte in einem Mehrfamilienhaus, ausgegeben als Jugendamt-Mitarbeiter, um Zugang zu den Wohnungen geboten haben.

Oliver Schäfer: „Dort hatten sie allerdings nur versucht in die Wohnung zu gelangen und hatten nicht verlangt, ein Kind ausgehändigt zu bekommen.“

Die Stadt warnt mittlerweile direkt über ihre sozialen Medien.

„Für Hinweise bitte folgende Rufnummer wählen: 169-9300 – oder nach Dienstschluss die Notrufnummer der Polizei 110!“

Wenn das Jugendamt vor einer Tür steht ist das Ausweisen mit einem Dienstausweis unbedingt erforderlich.

Sollte solche Dinge in deiner Umgebung passieren, melde den Vorfall umgehend!

Teile den Artikel mit denen Freunden auf Facebook, damit möglichst viele Menschen auf die Warnung hingewiesen werden.