Obdachloser wird völlig unterkühlt von Kältebus gefunden - wurde ignoriert

Foto: Dmytro Zinkevych/Shutterstock.com (Symbolbild)

Hamburg: Obdachloser wird unterkühlt von Mitarbeitern des Kältebusses gefunden – Passanten liefen an ihm vorbei

Wenn sich das Jahre dem Ende neigt und der Winter mit großen Schritten immer näherkommt, fallen auch die Temperaturen in unangenehme Bereiche.

Erst recht, wenn man leider ohne Dach über dem Kopf auf der Straße leben muss und in dieser Jahreszeit auf Hilfe von außerhalb angewiesen ist.

Diese hätte eigentlich auch ein Obdachloser, der im Hamburger Stadtteil St. Pauli gefunden wurde, gebrauchen können, wie die Hamburger Morgenpost (MOPO) berichtete.

Doch erschreckenderweise war es nicht die Nächstenliebe von Passanten, die den Mann gesehen haben mussten, sondern der Hamburger Kältebus, der bei kälteren Temperaturen den auf der Straße lebenden Menschen helfen möchte.

Kältebus war zur Stelle

Genauer gesagt waren es die Mitarbeiter des Kältebusses Alimaus, die den Obdachlosen an der Brücke 4 an der Elbe gegen 20:30 Uhr in einem besorgniserregenden Zustand entdeckten.

Der Mann war völlig unterkühlt und nur leicht bekleidet, weswegen jede Sekunde zählte.

Sofort wurde ein Rettungswagen an die Landungsbrücken gerufen, wo der Obdachlose noch vor Ort behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Bislang ist nichts über seine Identität bekannt, er hatte keine Ausweispapiere dabei.

Gegenüber der MOPO sagte ein Mitarbeiter des Kältebusses:

„Was uns am meisten geschockt hat, ist, dass so viele Fußgänger einfach an ihm vorbeigegangen sein müssen.

Es war ja nicht einmal mitten in der Nacht. Der Mann wäre beinahe erfroren. Schrecklich.“

In einem Facebook-Post vom Sonntagabend geht das Team vom Kältebus noch einmal auf den Vorfall ein und liefert gleich noch fünf hilfreiche Tipps, wie man sich bei dieser Jahreszeit am besten verhält:

„1. Seid mit offenen Augen in der Stadt unterwegs!

2. Wenn Ihr auf obdachlose Menschen trefft, dann traut Euch gerne sie anzusprechen und zu fragen, wie Ihr ihnen helfen könnt. (Keine Angst, das tut nicht weh! Sind auch nur Menschen, wie du und ich!;)

3. Fragt Menschen, ob sie vom Kältebus in eine Notübernachtung gebracht werden möchten, wenn sie es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen.

4. Ruft uns zwischen 19:00 und 24:00 Uhr unter folgender Nummer an: 0151-65 68 33 68

5. Im Notfall immer die 112 rufen!“

Ohne die aufmerksamen Mitarbeiter des Kältebusses hätte es für den Mann viel schlimmer ausgehen können.

Allerdings ist bislang noch nichts über seinen Gesundheitszustand bekannt.

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