20 Monate altes Kind stirbt an Hitzschlag auf den Kanarischen Inseln

Ausgerechnet einen der Orte, an denen jedes Jahr Tausende Touristen Zuflucht vor dem Winter suchen, hat nun ein tragisches Unglück getroffen: Ein 20 Monate alter Junge starb am Sonntagmorgen auf Gran Canaria.

Tragödie auf der Urlaubsinsel

Laut lokalen Medien deutet alles darauf hin, dass der Junge in einem Auto zurückgelassen worden war.

Die Kanarischen Inseln kämpften zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Tagen mit einer massiven Hitzewelle – am Wochenende kletterte das Thermometer auf bis zu 45 Grad. Die Behörden hatten für Gran Canaria deshalb die höchste Warnstufe Rot ausgerufen, Teile der Nachbarinsel Teneriffa standen unter Warnstufe Orange.

Ein Muster, das sich zu oft wiederholt

Leider ist dieser tragische Fall im heißen Südeuropa kein Einzelfall. Erst am 23. Juli starb ein 18 Monate altes Mädchen unter ähnlichen Umständen bei Lissabon in Portugal.

Symbolfoto: Shutterstock

Die kleine Sofia wurde acht Stunden lang in einem dunkel getönten Kleinbus in der Nähe eines beliebten Touristenziels vergessen – mitten in der prallen Sonne, bei rund 30 Grad Außentemperatur. Hunderte Menschen liefen währenddessen am Fahrzeug vorbei. Berichten zufolge war das Mädchen im Auto vergessen worden, weil ihre Mutter davon ausging, das Kind befinde sich bereits in der Kita.

Fälle wie diese beiden Todesfälle sind eine wichtige Mahnung an alle, die gerade ihre Koffer für den Süden packen: Ein Auto heizt sich in der Sonne binnen weniger Minuten lebensgefährlich auf – ein Risiko, das man selbst im Urlaubsstress nie unterschätzen sollte.

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