14 Monate altes Löwenbaby bekommt Krallen gezogen, damit Zoobesucher mit ihr spielen können

Viele Menschen widmen ihr Leben, um Tiere zu pflegen, die einen schlechten Start auf der Welt hatten. Viele Tiere sterben nämlich daran, dass sie krank geboren wurden, krank geworden sind oder aus anderen medizinischen Gründen. Umso höher muss man es den Menschen anrechnen, die ihre Zeit investieren und Tiere mit ihrer Liebe überschütten.

Es gibt nämlich auch noch diejenigen, die genau das Gegenteil tun.

Skrupellose Menschen, die Tiere misshandeln, um dann mit ihnen Geld zu verdienen. Sie sperren die Tiere in Käfigen ein, behandeln sie fürchterlich, um ihren Willen zu brechen und sie unterwürfig zu machen. Einfach furchtbar der Gedanke!

Ich verstehe einfach nicht, wie Menschen diesen wundervollen Geschöpfen so etwas antun können. Nur weil sie nicht mit uns kommunizieren können, heißt das nicht, dass sie keine Gefühle haben.

Im Rafah Zoo in Gaza, Palästina fand vor einigen Wochen ein schreckliches Ereignis statt.

Um Besucher in ihren Zoo zu locken, kamen sie auf die Idee, der jungen Löwin Falestine die Krallen abzuschneiden, damit potentielle Zoobesucher mit ihr spielen können.

Falestine wurde zuvor zwar betäubt, doch sobald das Anästhetikum aufhört zu wirken, sind die Schmerzen kaum auszuhalten.

Nachdem Eingriff vor etwa einem Monat verlor Falestine viel Blut, weswegen ein paar Tage gewartet werden musste, bevor die Krallen endgültig abgeschnitten wurden.

Die Löwin besitzt noch alle Zähne und obwohl sie von den Menschen im Zoo derart gefoltert wurde, geht der Zoobesitzer Muhammed Jumaa davon aus, dass Besucher trotzdem mit ihr „spielen“ können sollten.

Gegenüber der Daily Mail sagte der Eigentümer: „Ich versuche, die Aggressionen der Löwin zu reduzieren, damit sie zu den Besuchern zahm ist.“

Lioness Falestine has her head pushed down into the dirt as she lies helplessly in the Gaza strip, far from her natural habitat.

Posted by World Heritage Species on Thursday, 14 February 2019

Der Tierarzt, der die Operation durchführte, überwachte die Löwin dann auch, als die Besucher, unter denen auch Kinder waren, erstmals auf sie trafen.

In Gaza gibt es nur spärlich ausgestattete Tierkliniken, daher wurde die OP im Zoo durchgeführt. Das rief natürlich Tierrecht-Aktivisten auf den Plan, die die gesamte Prozedur verurteilten. Dennoch behauptete der zuständige Tierarzt, dass die Löwin keine Schmerzen spüren würde.

Die Wohltätigkeitsorganisation Four Paws behauptet aber, dass das Verfahren für die Löwin schrecklich als auch äußerst schmerzhaft sei. Zusätzlich würde man dadurch die natürlichen Instinkte der Löwin zerstören, wenn er die Fähigkeit zu klettern und zu greifen verlernt.

Ebenfalls kritisch ist dann das daraus entstehende Infektionsrisiko.

Palestinian zoo workers hold up the young lioness called Falestine at the Rafah Zoo in the southern Gaza Strip on Tuesday, February 12, 2019.

Posted by World Heritage Species on Thursday, 14 February 2019

Es ist mir unerklärlich, wie man einem Tier so etwas antun kann, nur um auf diese Weise Geld zu verdienen. Einfach nur schrecklich.

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