Fotos: YouTube (Screenshot); GoFundMe

4 kg schweres Hündchen bellt Polizist an – der zieht die Waffe und schießt ihm in den Kopf

Videoaufnahmen eines Polizisten in Faulkner County im US-Staat Arkansas haben einen brutalen Angriff des Gesetzeshüters auf ein 4 kg schweres Hündchen eingefangen. Als dessen Herrchen nicht kooperierte, richtete der Cop seine Waffe auf den keinesfalls bedrohlich wirkenden Vierbeiner, der ihn anbellte –  und drückte ab.

Nun wurde der Polizisten entlassen.

Keine leere Drohung

Laut einem Bericht der lokalen Nachrichtenseite NEA Report war das Sheriffbüro von Faulkner County einem Anruf über einen aggressiven Hund in der Stadt Conway nachgegangen. Als der Polizist vor dem Haus des Bewohners Doug Canady stand, weigerte sich das Herrchen, ihm zum Gehsteig entgegenzukommen.

„OK, ich werde zu Ihnen kommen, und wenn Ihr Hund aggressiv wird, werde ich ihn erschießen,“ verkündet der Polizist im von Canady gefilmten Handyvideo.

Optisch wirkt der 4 kg schwere Hund namens Reese’s, zumindest auf den Aufnahmen, keinesfalls bedrohlich. Doch als der Winzling beginnt, den näherkommenden Besucher aus Metern Entfernung anzubellen, macht der Cop seine Drohung ohne Zögern wahr, und schießt dem Hund in den Kopf.

Hier ein Video des Vorfalls:

Trotz der Kugel im Kopf überlebte Reese’s, für den mittlerweile eine GoFundMe-Spendenseite eingerichtet wurde. Noch ist er aber nicht über den Berg und befindet sich in tierärztlicher Notfallbehandlung.

Erschreckende Dunkelziffer

Der Polizist wurde zunächst vom Dienst suspendiert, während das Sheriffbüro den Vorfall überprüfte. In einem Facebook-Beitrag am Samstagmorgen gab man schließlich bekannt, dass man den betroffenen Gesetzeshüter entlassen habe. Zwar hätte er weder gegen das Gesetz, noch irgendwelche polizeilichen Richtlinien verstoßen, allerdings habe sein Verhalten nicht den hohen Standards seiner Behörde entsprochen.

Die Geschichte ist nur der jüngste Vorfall seiner Art. Die fortschreitende Verbreitung von Videotechnologie rückt die Polizeiarbeit immer mehr unter die Lupe der Öffentlichkeit, und die Erkenntnisse sind oft erschreckend. Laut einem Bericht von Reason schätzte ein Mitarbeiter der Justizbehörde 2012, dass US-Polizisten pro Jahr etwa 10.000 Hunde auf dem Gewissen haben könnten, doch die Zahl ist kaum mehr als informierte Spekulation.

Sicherlich gibt es Vorfälle, in denen Polizisten aus Angst um ihre Sicherheit zur Waffe greifen, doch der kleine Reese’s dürfte dem Polizisten in Arkansas kaum das Fürchten gelehrt haben. Er machte keinerlei Anstalten, die Situation auf eine andere Weise zu eskalieren, sondern schoss dem Hündchen, allem Anschein nach mit Tötungsabsicht, in den Kopf.

Polizisten vollstrecken das Gesetz, doch auch sie müssen Rechenschaft für ihr Verhalten im Dienst ablegen. Teile diesen Beitrag, wenn du die Kündigung für richtig hältst.

 

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