Achjähriger bringt im Wald versteckte Kameras an – filmt das Unglaubliche und belehrt Forscher eines Besseren

Worum selbste manche Doktoranden händeringend kämpfen, hat Dante de Kort bereits im Alter von acht Jahren geschafft. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse durfte er in einem international anerkannten Wissenschaftsjournal veröffentlichen.

Der junge Mann aus Arizona hat bewiesen, dass Halsbandpekaris, eine amerikanische Nabelschweinart, ein wesentlich tieferes emotionales Leben haben, als gedacht. Und ihr Verhalten konnte er sogar auf Video festhalten.

Tiere faszinieren den achtjährigen Dante de Kort schon immer. Vielleicht, weil er sich seine Heimat im US-Staat Arizona mit so vielen wilden Tieren teilt.

Wenn Dante sein Lieblingstier aussuchen müsste, fiele seine Wahl vermutlich auf das Halsbandpekari. Es ist eine Nabelschweinart, die er gerne filmt und deren Verhalten er studiert.

Eines Tages las Dantes Mutter ihm einen Artikel über Nabelschweine vor, der ihm missfiel. Der Autor des Artikels erwähnte, dass Nabelschweine sich zum Sterben ganz allein in den Wald zurückziehen, wenn sie alt oder krank sind.

Doch Dante wusste es besser.

Die Schweine, die er kennengelernt hatte, kümmerten sich zu sehr umeinander, um die Alten und Kranken unter sich einfach alleine sterben zu lassen. Er hatte sogar gesehen, wie wilde Schweine um ihre Toten trauern.

Deshalb beschloss Dante, die Behauptungen des Autors des Artikels zu widerlegen, indem er seine eigene Studie mit Videokameras durchführte.

Dass Tiere um ihre Toten trauern ist kein allgemein akzeptierter Fakt. Forscher haben beobachtet, dass Elefanten, Schimpansen und Delfine dieses Verhalten aufzeigen, doch in Bezug auf andere Arten ist unser Wissen begrenzt.

Die Leute denken noch immer, dass es sich dabei um zufälliges Verhalten handeln könnte, nicht unbedingt um echte Reaktionen auf den Tod,“ meint Mariana Altrichter, eine Forscherin am Prescott College, die auf Dantes Untersuchungen aufmerksam wurde.

Gemeinsam mit seiner Mutter bauten der junge Forscher Kameras im Wald auf, die unglaubliche Bilder einfingen.

Sie filmten Halsbandpekaris, die ein totes Familienmitglied besuchten. Die Nabelschweine versammelten sich um ihren toten Freund und setzten sich dazu. Sie schliefen sogar neben dem Körper.

Dante gewann mit den Aufnahmen ein Schulprojekt und durfte seine Forschung auf einer Wissenschaftsmesse vorstellen, wo er Mariana Altrichter kennenlernte. Sie war dort, weil auch ihre Tochter ein Projekt vorstellte.

Ich bin herumgelaufen und habe naturgeschichtliche Projekte betrachtet, als ich auf Dantes Poster gestoßen bin, das Bilder von Halsbandpekaris zeigte … Als ich anfing, es zu lesen, konnte ich nicht glauben, worum es ging„, meinte sie im Gespräch mit The Dodo.

Mariana hatte noch nie von Nabelschweinen gehört, die auf besondere Weise auf den Tod reagierten.

Forscher reagierten nicht

 

Auf seinem Poster auf der Wissenschaftsmesse beschrieb Dante auch, wie er versucht hatte, Pekariforscher in der Gegend auf seine Erkenntnisse aufmerksam zu machen. Niemand hatte reagiert. Doch Mariana entschied sich, dem neugierigen jungen Mann zu helfen.

Sie fand, Dantes Forschungsergebnisse sollten in einem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht werden – mit Dantes Namen an der Spitze. Der Artikel „Verhaltensreaktionen von Halsbandpekaris (Pecari tajacu) gegenüber eines toten Mitglieds ihrer Herde“ wurde im Dezember in Ethology veröffentlicht, einem international anerkannten Wissenschaftsjournal.

Nun hofft Mariana, dass Dantes Entdeckung zu einem besseren Verständnis dieser Tiere führen wird.

Viele Menschen sehen sie als lästig an, besonders in den USA, wenn sie durch die Höfe der Menschen gehen, Zierpflanzen essen usw.“, so die Forscherin. „Diese Erkenntnisse können den Menschen helfen, sie anders zu sehen, als intelligente Tiere mit komplexen sozialen Beziehungen.“

Dantes Filmmaterial können Sie sich hier ansehen:

Dieser Achtjährige verdient Anerkennung für seine unglaubliche Entdeckung. Hoffentlich kann sie dazu beitragen, dass auch seine Mitmenschen die Tierwelt besser verstehen und begreifen, dass auch Tiere Emotionen wie wir Menschen empfinden.

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