Quelle: Hamburger Tierschutzverein e.V.

Einäugiger Hund „Fred“ am Flughafen sichergestellt – In Dänemark wartet Todesspritze auf ihn

Hamburg/Deutschland: Das Hunde nicht alle gleichbehandelt werden, sollte wohl jedem bewusst sein. Doch das manche Hunderassen strikt verboten sind und sie eingeschläfert werden, wenn die Behörden sie finden, ist nicht ganz so bekannt.

Nicht nur in Deutschland gibt es bestimmte Verbote von Hunderassen. Auch in Dänemark gibt es derartige Haltungsgesetze. Demnach werden Hunde deren Rasse verboten ist ohne Ermessensspielraum eingeschläfert sollten die Behörden sie identifizieren.

Genau dieses Schicksal droht dem einäugigen Hund Fred. Er wurde im Dezember 2019 am Hamburger Flughafen sichergestellt und wird gerade von Tierschützern versorgt. Sein Halter aus Dänemark will ihn zurück, doch dort wartet die Todesspritze auf den Vierbeiner.

Doch die Tierschützer geben nicht auf und wollen Fred unbedingt vor dem Einschläfern retten.

Fred
Quelle: Hamburger Tierschutzverein e.V.

Einäugiger Hund „Fred“ am Flughafen sichergestellt

Am 2. Dezember wollte ein Mann mit seiner angeblichen Old English Bulldogge von der Türkei über Hamburg nach Dänemark reisen.

Das Veterinär- und Einfuhramt stellte den Hund allerdings dort sicher, weil ihm die nötige Tollwutimpfung fehlte. Daraufhin kam er in „einem schlechten Pflege- und Gesundheitszustand“ in die Obhut des Hamburger Tierschutzverein.

Dem kleinen Fred wurden beide Ohren verstümmelt und sein rechtes Auge fehlt ihm. Dort konnten die Tierschützer noch eine frische, entzündete Naht erkennen und mussten ihn unmittelbar behandeln.

Fred droht der Tod! Er wurde am Flughafen sichergestellt. In seiner Heimat Dänemark gehört er zu einer verbotenen…

Gepostet von Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. am Freitag, 28. Februar 2020

Da dem HTV auffiel, dass Fred nicht wirklich aussah, wie eine Bulldogge, machten sie einen DNA-Test.

Wie befürchtet steckt ihn ihm zu großen Teilen ein American-Staffordshire, auch Mastiff genannt. Diese Hunderasse ist sowohl in Hamburg als auch in Dänemark verboten.

Sein Halter hatte ihn geheim gehalten, da in Dänemark Hunde von verbotenen Rassen direkt eingeschläfert werden.

Da der Hund zunächst unter Quarantäne gestellt wurde, musste sein Halter ohne ihn nach Dänemark. Sobald die Sperre Anfang März abgelaufen ist, soll Fred nach Dänemark.

Dort wissen die Behörden nun allerdings über seine wahre Identität bescheid und werden einen eigenen DNA-Test anordnen. Dies würde bedeuten, dass dort die Todesspritze auf Fred wartet.

Quelle: Hamburger Tierschutzverein e.V.

In Dänemark wartet Todesspritze auf ihn

„Eine Einreise nach Dänemark bedeutet das Todesurteil für den Hund“, erklärt der Tierschutzverein.

Die Tierschützer wollten die deutschen Behörden bereits überzeugen, Fred nicht nach Dänemark abzugeben, sondern außerhalb von Hamburg unterzubringen und dann ein liebevolles Zuhause für den verspielten und liebesbedürftigen Vierbeiner zu finden.

„Laut deutscher Behörde wurde in Dänemark bereits ein DNA-Test beantragt. Die Adresse des Halters ist dort ja bekannt.“

Heißt, in Dänemark wartet nur noch der Tod auf Fred. Sein Halter, der dem Zustand des Hundes zufolge sehr schlecht mit ihm umging, soll trotzdem darauf bestehen, sein Tier wiederzubekommen.

Nun hoffen die Tierschützer, dass sie den Halter bei der Abholung noch davon überzeugen können, dass Fred nicht nach Dänemark muss, da ihm dort die Todesspritze droht.

Der Vierbeiner selbst hat sich sofort in die Herzen der Tierpfleger geschmust.

„Er spielt furchtbar gern und tobt lustig ausgelassen durch das Gehege – ungeachtet der Dinge, die er in der Vergangenheit erlebt haben muss.

Wir werden nicht lockerlassen und alles uns Mögliche tun, um Fred vor einer Tötung zu bewahren.“

Fred, Todesspritze
Quelle: Hamburger Tierschutzverein e.V.

Inwieweit der Halter von Fred nun wegen der illegalen Einfuhr verbotener Hunderassen und Verstößen gegen die Tollwut-Tierbestimmungen belangt wird ist unklar.

Genau wie der Nachweis, ob er für die Verstümmelungen an Fred verantwortlich ist.

Was für eine schwierige und herzzerreißende Situation. Gerade wenn man merkt, wie liebevoll da stier eigentlich ist, ist es nicht nachzuempfinden, wieso er eingeschläfert werden soll.

Wir hoffen, dass Fred doch noch vor der Todesspritze bewahrt wird.

Teile sein Schicksal, damit die Aufmerksamkeit und der Druck auf die Behörden größer werden.