Foto: Tierheim Ulm/Facebook.com

Fast 100 Hundewelpen in Kleintransporter bei Zollkontrolle entdeckt – Wagen war bis unters Dach vollgestopft

Täglich werden weltweit Lebensmittel und andere Waren über Grenzen geschmuggelt, in der Hoffnung, damit auf schnellstem Weg das große Geld zu machen.

Dass die Zollbeamten und Zollbeamtinnen in diesem Zusammenhang nicht jeden einzelnen Fall ausfindig machen können, liegt dabei auf der Hand. Umso wichtiger ist es, mit Erfolgen an die Öffentlichkeit zu gehen, um weitere Schmuggler vor ihren illegalen Geschäften zu warnen.

Leider bleibt es aber meist nicht nur bei Produkten, die essbar oder anderweitig verwendbar sind, es werden auch Menschen und andere Lebewesen von einem Land in das nächste geschmuggelt.

Ein solcher Transport konnte jetzt aber laut des SWR auf der A8 bei Dornstadt im Alb-Donau-Kreis gestoppt werden.

Fast 100 Hundewelpen in Kleintransporter

Bei dieser Routinekontrolle eines slowakischen Kleintransporters entdeckten die Zöllner, wie das Tierheim Ulm in einer Mitteilung veröffentlichte, fast 100 Hundewelpen, die eingepfercht in dem Wagen ausharren mussten.

Als die Beamten die Türen des Frachtraums öffneten, ergab sich für sie ein schockierendes Bild. Bis unter das Dach waren die Tiertransportboxen gestapelt, dutzende Hundewelpen warn in den Gitterverschlägen untergebracht.

Unverzüglich wurden Tierärzte des Landratsamtes zu Hilfe gerufen und der Transporter wurde weiter untersucht.

Bei der anschließenden Untersuchung des Wagens entdeckten die Tierärzte und die Mitarbeiter des Tierheims Ulm insgesamt 94 Hundewelpen sowie drei Katzenbabys.

Die Schmuggler hatten sich dabei anscheinend nicht auf eine Hunderasse spezialisiert. Neben Chihuahuas und den als Westie bekannten West Highland Terrier bekannten Tieren fanden die Tierfreunde auch Yorkshire Terrier, einen Labrador und weitere Rassen.

Waren auf dem Weg nach Spanien

Wie das Ulmer Hauptzollamt verlauten ließ, sollen die Frachtpapiere des Kleintransporters nach den ersten Erkenntnissen auf einen Transport von der Slowakei nach Spanien ausgestellt sein.

Zwar hatten alle Tiere EU-Heimtierpässe und die Hunde trugen auch die für Auslandsreisen vorgeschriebenen Chips, dennoch war viele Tiere krank und für die Trennung von der Mutter zu jung.

Die Eckzähne mancher Hundewelpen waren noch nicht einmal durchbrochen, was normalerweise nach drei Wochen der Fall ist.

Das Ulmer Tierheim nahm viele Tiere auf, konnte aber aufgrund von zu wenigen Kapazitäten nicht alle aufnehmen, weswegen einige Welpen in die Tierheime Weißenhorn und Göppingen weitertransportiert wurden.

Dort erwartet die Welpen zunächst eine vier bis sechs Wochen andauernde Quarantäne.

Von offizieller Stelle heißt es, dass die Tierärzte in dieser Zeit jeden Hund einzeln untersuchen und die Dokumente der Tiere überprüft werden.

Man mag sich gar nicht vorstellen, was die armen Geschöpfe in dem viel zu engen Kleintransporter durchgemacht haben müssen.

Hoffentlich können sie sich von diesem Erlebnis wieder erholen und bald adoptiert werden.

Teile diesen Artikel, wenn die Strafen für Schmuggler härter werden müssen, um sie von ihren Taten abzuschrecken.