Gute Nachrichten: Noch ein Land verbietet die Pelzzucht – der Rest der Welt sollte Norwegens Beispiel folgen

Betreiber von Pelzfarmen sind „erschüttert bis ins Mark„: Norwegen hat beschlossen, bis 2025 alle 300 Pelzfarmen im Land zu schließen. Jährlich werden Schätzungen der Tierschutzorganisation Peta zufolge 700.000 Nerze und 110.000 Füchse in Norwegen gezüchtet und getötet – doch damit soll nun Schluss sein.

Während sich die Betreiber dieser Zuchthäuser über die Entscheidung empören, feiern Tierschutzorganisationen und Tierfreunde den Beschluss als Schritt in die richtige Richtung.

Camilla Björkbom, Sprecherin der schwedischen Tierrechtsorganisation Djurens Rätt, hofft nun, dass andere Länder dem Beispiel Norwegens folgen werden – vor allem ihr eigenes. Die schwedische Regierung hat immerhin eine Untersuchung der Pelzfarmen des Landes angekündigt.

Wir begrüßen den Vorschlag der schwedischen Regierung, das Wohlergehen von Nerzen auf Schwedens Pelzfarmen zu untersuchen, aber heute sehen wir, dass Norwegen zeigt, dass ein Verbot der Pelztierhaltung möglich ist„, so Björkbom. „Dies ist eine großartige Nachricht, nicht zuletzt für all die Tiere, die nun nicht wegen ihres Fells in Norwegen geboren und getötet werden, sondern weil sie ein gutes Beispiel für Schweden und die bevorstehende schwedische Untersuchung ist.“

JA! Unser 28-jähriger Kampf ist vorbei. Wir haben es geschafft!“ schreibt die norwegische Tierschutzorganisation NOAH euphorisch auf ihrer Facebook-Seite.

Es ist der Sieg in einer Schlacht eines Krieges, der nicht nur in Norwegen tobt. Das skandinavische Land folgt dem Beispiel anderer Staaten, die bereits ähnliche Verbote durchgesetzt haben.

In Österreich, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, der Tschechischen Republik, Dänemark, den Niederlanden, der Republik Mazedonien, Serbien, Slowenien und dem Vereinigten Königreich wurden Pelztierverbote eingeführt, wobei in Belgien und Luxemburg Verbote in Betracht gezogen werden„, bestätigt die Humane Society International / EU.

Was für viele ein Grund zum Feiern ist, sehen andere als groben Angriff auf ihren Lebensunterhalt.

Wir sind schockiert, erschüttert bis ins Mark„, beschreibt Guri Wormdahl, Mitglied des Norwegischen Verbandes der Pelztierzüchter deren Reaktion auf den Verbot.

Ob der Rest der Welt folgen wird?

 

Amerikanische Pelztierzüchter haben hingegen noch keinen Grund zur Beunruhigung. In den USA sind Pelzfarmen weiterhin erlaubt. Die US-Pelzkommission berichtet, dass es in 23 Staaten des Landes rund 300 Nerzfarmen gibt, die jährlich etwa 3 Millionen Felle produzieren.

In Deutschland waren der Tierschutzorganisation Vier Pfoten zufolge im vergangenen Jahr noch sechs Pelzfarmen in Betrieb. Tierverbände sehen die Entscheidung des Bundestags zugunsten eines Gesetzesentwurfes, der die Haltungsbedingungen für Tiere auf Pelzfarmen stark verbessern soll, als faktisches Ende der ihrer Wirtschaftlichkeit beraubten Pelzzucht, wie welt.de berichtet.

Es wird Zeit, dass alle Länder diesem Beispiel folgen. Pelzzucht und -handel haben keinen Platz in unserer aufgeklärten Gesellschaft, die das Wohlergehen ihrer Lebewesen höher schätzen sollte als Mode und Profit.

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JAAAA!!! VI KLARTE DET!!! PELSDYROPPDRETT BLIR FORBUDT!NOAHs 28 år lange kamp for pelsdyrene er vunnet!! ENDELIG…

Posted by NOAH – for dyrs rettigheter on Sunday, 14 January 2018