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3-Jährige wird von Jugendlichen bedrängt, einer behauptet, Corona zu haben und reibt ihr Spucke ins Gesicht

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass mittlerweile alle Menschenweltweit für das Thema Coronavirus sensibilisiert sind und wissen, worum es geht.

Nämlich darum, sich an Kontaktsperren und weitere Maßnahmen ihrer jeweiligen Regierung zu halten, und dadurch das Virus weiter einzudämmen bzw. am besten sogar auszurotten, damit das Leben in jeglicher Hinsicht wieder hochfahren kann.

Doch leider machen sich immer wieder Menschen einen Spaß draus, mit dieser Angst zu spielen und machen sogar vor den Jüngsten nicht Halt, wie der folgende Fall, über den der Focus berichtete, zeigt.

Demnach fing alles harmlos an, als die dreijährige Alice Batty mit ihrem Vater Matt Batty (28) aus South Yorkshire, England, in einem Park spazieren ging, um ein paar Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren.

Doch plötzlich wurden sie von mehreren Jugendlichen mit ihren Fahrrädern umkreist und bedrängt.

Und das war noch nicht alles.

Einer der Jungen sagte, dass er das Coronavirus habe, spuckte sich daraufhin in die Hand und rieb dem verschreckten Mädchen die Spucke mitten ins Gesicht. Auch der Vater überforderte Vater blieb nicht verschont, ihm spuckte ein Junge ebenfalls ins Gesicht.

Polizei fahndet nach den Tätern

Kurz danach flüchteten die Täter und die örtliche Polizei hat eine Fahndung eingeleitet.

Während Matt diesen Angriff einordnen und verarbeiten kann, ist seine arme Tochter seitdem nicht mehr die gleiche.

Sie wacht nachts auf, hat Albträume und laut ihrem Vater habe man ihr Herz schnell schlagend durch ihre Brust spüren können.

Alice berichtete ihrem Vater, dass die Jungs in ihrem Traum immer noch weiter ins Gesicht husten und spucken.

Der ist natürlich entsetzt:

„Als Eltern ist es herzzerreißend, so etwas zu hören.“

Eine Kindertherapeutin wird über die Medien auf diesen fassungslos-machenden Fall aufmerksam und bietet kostenlos ihre Hilfe an.

Denn Alice zeigte nach dem Vorfall kleine Verhaltensänderungen. Sie wurde etwa vorsichtig, wenn sie Fahrräder in der nähe sah, hatte Angst, das Haus zu verlassen, oder spielte grober mit ihrem Spielzeug.

Für den Vater keine einfache Situation:

„Sie ist erst drei Jahre alt, daher fällt es ihr schwer zu verstehen, was passiert ist. Sie muss diese Aggression jetzt einfach rauslassen.“

„Wir sind hier, um sie zu beschützen“

Er berichtete außerdem, welchen Rat ihm die Therapeutin mit auf den Weg gab:

„Wenn sie beginnt, von den ‚bösen Jungs‘ zu sprechen, sollen wir ihr sagen, dass es in Ordnung ist, Angst zu haben, aber dass wir hier sind, um sie zu beschützen.“

Gegenüber der Polizei versuchte Matt, alles zu erzählen, woran er sich über den Vorfall noch erinnerte.

Leider habe er das Gesicht der Person, die Alice ins Gesicht spuckte, nicht sehen können, denn der Mann trug einen schwarzen Trainingsanzug und eine Kapuze.

Die Polizei nimmt dieses Vergehen zwar ernst und sucht auch nach den Tätern, doch leider besteht keine große Wahrscheinlichkeit, dass sie gefunden werden.

Die ganze Situation macht den Vater verständlicherweise nur noch wütend:

„Ich weiß, dass Kinder auch einmal Albträume haben, aber für Alice ist es der gleiche Albtraum jede Nacht und diese Jungen sind dafür verantwortlich.

Es verstört mich als Vater, sie so weinen zu hören und ich möchte nicht wissen, warum sie das getan haben. Sie ist drei Jahre alt, sie ist ein kleines Mädchen und ich möchte einfach eine Entschuldigung.“

Die Familie befindet sich wirklich in einer schrecklichen Situation, insbesondere die arme Alice.

Hoffentlich können die Jugendlichen gefunden und bestraft werden.

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