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Hessen: Junge (8) spielt auf gefrorenem See, bricht ein – Reanimationsversuche bleiben erfolglos

Vor wenigen Wochen fielen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt und ein wahres Chaos aus Schnee und Eis fegte über ganz Deutschland.

Zwar erfreuten sich viele Menschen und insbesondere Kinder über schneebedeckte Wiesen und Berge, doch für den öffentlichen Fern- und Nahverkehr und die Einsatzkräfte in diesem Land begann eine Zeit voller harter Arbeit.

Denn nicht alle Bürgerinnen und Bürger hielten sich an ausgesprochene Warnungen und Corona-bedingte Maßnahmen.

Mittlerweile sind die Temperaturen zwar wieder etwas angestiegen, doch besonders die Warnung, sich nicht auf gefrorenen Seen aufzuhalten, hat weiter Bestand.

Leider wird sich aber immer wieder nicht daran gehalten, wie der folgende tragische Fall zeigt, über den n-tv berichtete.

Junge spielte auf gefrorenem See

Im hessischen Großalmerode (Werra-Meißner-Kreis) war am vergangenen Montag ein achtjähriger Junge auf einem eben solchen gefrorenen See spielen, bis das Unheil seinen Lauf nahm.

Wie die Polizei berichtete, war das Eis des Rommeroder Sees nicht mehr tragfähig, als der kleine Junge darauf spielte und brach kurz darauf ins eiskalte Wasser ein.

Von dort konnte er sich nicht selbstständig befreien, weswegen ein anderes Kind, das mit ihm am frühen Montagabend unterwegs war, sofort Hilfe holte.

Doch jede Hilfe war zu spät. Taucher brauchten knapp eine Stunde, bis sie den eingebrochenen Jungen an Land ziehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, wie lange der Achtjährige schon unter dem Eis war.

Unter laufenden Reanimationsmaßnahmen wurde er in einem kritischen Zustand mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Kassel geflogen.

Kurz vor Mitternacht steht Tod fest

Dort kämpften Ärztinnen und Ärzte noch stundenlang um das Leben des Jungen, es half aber leider alles nichts mehr. Kurz vor Mitternacht konnten die Beteiligten nur noch seinen Tod feststellen.

Seitdem werden die Eltern des Kindes seelsorgerisch betreut und die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Todesursache und den Umständen des Unglücks eingeleitet.

Zuvor waren Rettungskräfte mit einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Tauchern der DLRG im Einsatz. Zudem suchte ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera nach dem Jungen.

Im Zuge dessen warnte die Polizei erneut eindringlich, dass es zwar trotz der Plusgrade in einigen stehenden Gewässern noch geschlossene Eisdecken gebe, diese aber nicht mehr tragfähig seien und bei Betreten akute Lebensgefahr bestehe.

Daher sollen Eltern auf ihre Kinder einwirken, unter keinen Umständen auf solche Eisflächen zu gehen.

Die genauen Umstände des Todes des Jungen sind noch nicht komplett aufgeklärt, doch es sieht danach aus, als wäre es ein tragischer Unfall gewesen.

Ruhe in Frieden, armer Engel.

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