Reazjhana Williams aus Denver hatte eine natürliche Geburt geplant, als sie im Krankenhaus ankam. Doch es kam ganz anders.
Als die Ärzte den Herzschlag des Babys nicht mehr finden konnten, überschlugen sich die Ereignisse. Bevor Reazjhana überhaupt begreifen konnte, was geschah, war ihre Tochter bereits auf der Welt. Doch zu ihrem Entsetzen hatte das Baby eine Verletzung im Gesicht.
Per Kaiserschnitt entbunden
Die meisten frischgebackenen Mütter dürfen ihr Baby direkt nach der Geburt auf die Brust gelegt bekommen, um eine erste Bindung aufzubauen. Reazjhana blieb das verwehrt. Nachdem ihre Tochter per Kaiserschnitt entbunden worden war, musste sie das Neugeborene sofort einem plastischen Chirurgen übergeben.
Doch von Anfang an.
Anfang Juni 2021 kam Reazjhana Williams voller Vorfreude in einem Krankenhaus in Denver an, um ihre lang ersehnte Tochter zur Welt zu bringen. Sie versucht noch immer, das Geschehene zu verarbeiten, erinnert sich aber daran, dass die Ärzte keinen Herzschlag des Babys finden konnten und daraufhin einen Notkaiserschnitt einleiteten.
„Sie gaben mir eine Tablette, um die Wehen zu beschleunigen, und wenige Minuten später wurde ich schon in den OP geschoben“, erzählte die frischgebackene Mutter dem Sender KDVR.
Was dann passierte, schockierte beide Eltern.
Sofort zum plastischen Chirurgen
Als ihre Tochter Kyanni auf die Welt kam, hatte sie einen tiefen, langen Schnitt quer über eine Gesichtshälfte. Für frischgebackene Eltern, die ohnehin ein Wechselbad der Gefühle durchleben, war dieser Anblick ein Albtraum.
Kyanni wurde umgehend zu einem plastischen Chirurgen gebracht, um die Wunde nähen zu lassen.
„Ich habe versucht, Verständnis aufzubringen, aber mal abgesehen davon, dass ihr Gesicht aufgeschnitten wurde und ein plastischer Chirurg kommen musste – es gibt einfach so vieles an diesem Kaiserschnitt, das ich nicht nachvollziehen kann“, sagte Reazjhana.
Kyannis Großmutter berichtete, die Ärzte hätten erklärt, dass der Kopf des Babys während des Eingriffs sehr nah an der Plazentawand gelegen habe. Auch das medizinische Team sei entsetzt über die Verletzung an der Wange gewesen und habe das Baby sofort in die plastische Chirurgie bringen lassen.
13 Stiche nötig
Für Kyanni Williams‘ tiefe, breite Schnittwunde im Gesicht waren 13 Stiche erforderlich.
„Ich habe noch nie davon gehört, dass jemand so etwas nach einem Kaiserschnitt mit dem Gesicht seines Babys erleben musste.“
„Es ist belastend. Man sieht, dass sie sich nicht wohlfühlt“, sagte Vater Damarqus über das Baby.
Das Krankenhaus Denver Health gab eine Stellungnahme ab:
„Denver Health stand in direktem Kontakt mit der Familie. Obwohl es sich um eine bekannte Komplikation bei Notkaiserschnitten handelt, liegt unser Fokus stets auf der bestmöglichen Versorgung von Mutter und Kind“, hieß es darin.
„Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Patienten haben bei Denver Health oberste Priorität.“
Über eine GoFundMe-Spendensammlung kamen mehr als 11.000 Dollar zusammen, um der Familie bei den medizinischen Kosten zu helfen.
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