Ein britisch-kanadischer Rockstar hat uns verlassen. Sass Jordan, Musikerin und Jurorin bei „Canadian Idol“, ist im Alter von 63 Jahren gestorben.
Sass Jordan ist gestorben. Ihre Familie veröffentlichte über ihren Instagram-Account ein Statement, in dem es heißt, die 63-Jährige sei am 2. Oktober im Kreise ihrer „liebenden Familie“ gestorben.
„Sass Jordan ist friedlich auf die andere Seite hinübergegangen“, schrieb die Familie. „Sie bleibt in unseren Herzen – eine unvergleichliche Naturgewalt. Ein unersetzliches Wesen aus Licht und Freude!“
Geboren am 23. Dezember 1962 in Birmingham, England, verließ Sass Jordan das Vereinigte Königreich schon als Kind und zog mit ihrer Familie nach Montreal, Kanada, nachdem ihr Vater eine Stelle an der Concordia University angenommen hatte.
Schon früh verliebte sie sich in die Musik und begann als Teenager aufzutreten. Mit 20 Jahren nahm Sass bereits mit einigen der bekanntesten Künstler Montreals auf. Daneben begann sie, eigene Songs zu schreiben – eines ihrer frühen Stücke, das sie für den Sänger Michael Breen verfasste, wurde in Kanada ein Top-40-Hit.
Ihr großer Durchbruch kam 1988, als sie einen Vertrag mit Atlantic Records unterzeichnete und ihr Debütalbum Tell Somebody veröffentlichte. Das Album war erfolgreich und brachte zwei kanadische Hits hervor – den Titeltrack und Double Trouble –, die beide knapp außerhalb der Top 10 landeten.
Im darauffolgenden Jahr erhielt Sass Jordan den Juno Award als vielversprechendste Nachwuchssängerin. Auf ihr Debüt folgte 1992 das Album Racine, das vier Top-20-Hits hervorbrachte und ihr Publikum weiter vergrößerte.
Sass Jordan, Rockstar und „Canadian Idol“-Jurorin, mit 63 Jahren gestorben
Als Montreal ihr „zu klein“ wurde, nahm Sass Jordan Kurs auf die USA. Sie zog nach Los Angeles, Kalifornien, und unterschrieb bei RCA Records. Einer ihrer Songs schaffte es sogar auf den Soundtrack von Bodyguard, der ein riesiger Erfolg wurde.
1994 wurde Sun’s Gonna Rise ihr größter kanadischer Hit: Der Song erreichte Platz 7 der Charts und schaffte es in die US-amerikanischen Billboard Hot 100. Neben ihren Alben war sie auch für ihre Live-Auftritte bekannt – zu ihrer Live-Band gehörte zeitweise Taylor Hawkins, der später als Schlagzeuger der Foo Fighters berühmt wurde.
Trotz großem Ruhm und Erfolg verlief Sass Jordans Karriere nicht immer so, wie sie es sich erhofft hatte. Laut The Guardian war sie mit dem Klang ihrer späteren Alben nicht zufrieden.
Der Rockstar fand jedoch neue Betätigungsfelder. Als Jurorin bei Canadian Idol wurde sie einem breiten Fernsehpublikum bekannt und war in allen sechs Staffeln der Sendung zu sehen. Im Jahr 2001 übernahm sie zudem eine bedeutende Bühnenrolle und verkörperte Janis Joplin im Off-Broadway-Musical Love, Janis.
Tourtermine abgesagt wegen „ernsthafter Erkrankung“
In späteren Jahren kehrte Jordan zu ihren Blues- und Rockwurzeln zurück. Ihr 2020 erschienenes Album Rebel Moon Blues erreichte die Top 5 der US-Blues-Charts; 2022 folgte mit Bitches Blues ihr letztes Studioalbum.
In den letzten Monaten ihres Lebens verschlechterte sich Jordans Gesundheitszustand zunehmend. Nur wenige Wochen vor ihrem Tod sagte sie mehrere Tourtermine ab und nannte als Grund eine „ernsthafte Erkrankung“.
Die Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Ruhe in Frieden, Sass Jordan. Unsere Gedanken sind bei ihren Liebsten.
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