Familienvater will als Pfleger in anderer Stadt gegen Corona kämpfen, steckt sich an und muss beatmet werden

Ein Familienvater aus Ohio, USA, hat sich in diesen Tagen entschieden, nach Washington D.C. zu fahren, um dort an vorderster Front gegen Corona zu kämpfen. Doch dieser Kampf muss nun leider unterbrochen werden, weil er sich selbst angesteckt hat und beatmet werden muss.

Laut Berichten von NBC News fuhr Michael Rhodes am 7. April von Columbus nach Washington, weil er seinen Job, der nicht als systemrelevant gilt, verlor.

Rhodes ist 46 Jahre alt, halbtags arbeitender Pfleger und Kleinunternehmer. Er arbeitete die vergangenen 20 Jahre am Grand Medical Center in Columbus, wo seine Verlobt Amber Wachenschwanz ebenfalls arbeitet.

Update on Michael day 6 ventOk. Well our fighter, stubborn guy can’t seemto leave that damn breathing tube alone and…

Gepostet von Amber Wachenschwanz am Mittwoch, 13. Mai 2020

„Weil sein Job im Krankenhaus als unsicher galt, konnten sie ihm keine Arbeitsstunden mehr zusichern“, sagte Amber in einem Telefoninterview am vergangenen Mittwoch.

Daraufhin hörte Rhodes sogar auf, sich Geld vom Umsatz seines Unternehmens als Gehalt zu nehmen, damit er seine Mitarbeiter während dieser Pandemie weiter bezahlen konnte. Das hat natürlich auch seine finanzielle Situation beeinflusst, weswegen er woanders nach Arbeit als Pfleger suchen musste.

„Er wusste, dass manche Städte schlimm von dem Virus betroffen waren und er helfen konnte“, erklärte Amber.

2am I got a FaceTime call from Michaels phone. “It’s not working” was all he said until the Dr took his phone away. The…

Gepostet von Amber Wachenschwanz am Freitag, 8. Mai 2020

Bei der Suche stieß er auf Washington, wo Rhodes anfing, am UM Prince George’s Hospital Center zu arbeiten, zuvor hatte er noch in einer Notunterkunft für Covid-19-Patienten gearbeitet.

Am 17. April beklagte Rhodes auf einmal Rückenschmerzen. Der Besuch beim Chiropraktiker half ihm nicht weiter und nur einen Tag später wachte er mit 40 Grad Fieber auf.

Er meldete sich sofort bei der Arbeit ab und blieb mit hoher Temperatur und Schmerzen am ganzen Körper im Bett, berichtete Amber. Am 30. April wurde er positiv auf Covid-19 getestet und er blieb von dort an im Hotel in Quarantäne.

„Jeden Tag, wenn wir miteinander telefonierten, sagte er mir, dass er sich elend fühlte“, sagte Amber.

Update Michael day 3 ventThe nurse last night wanted to play music for him so she asked me what kind of music he…

Gepostet von Amber Wachenschwanz am Sonntag, 10. Mai 2020

Und es wurde leider nicht besser. Am 6. Mai war es sogar so schlimm, dass Rhodes auf die Intensivstation verlegt werden musste. Weil sich auch dort sein Gesundheitszustand nicht besserte, wurde er ins Johns Hopkins Krankenhaus nach Baltimore verlegt, wo er seitdem, angeschlossen an ein Beatmungsgerät, um sein Leben ringt.

„Wir wollten, dass jeder von seinem Schicksal erfährt“, sagte seine Verlobte. „Wie jemand seine Familie verlässt und hart um das Leben anderer Menschen kämpft. Jetzt ist er selbst erkrankt und von seiner Familie getrennt.“

Mittlerweile wurde für Rhodes eine GoFundMe-Spendenseite von seinem Freund Chad Lusher gegründet. Zum Zeitpunkt dieses Artikels kamen bislang 22.000 Dollar zusammen, das Ziel liegt bei 50.000 Dollar.

Unsere Gedanken und Gebete gehen in dieser schlimmen Zeit an Michael Rhodes. Dass jemand seine Familie verließ, für andere Menschen kämpft und selbst erkrankt, bricht mir das Herz.

Teile diesen Artikel, um Michael und seiner Familie nur das Beste für die Zukunft zu wünschen.