Soldatin (24) stirbt bei Pferdewhow – König Charles war anwesend und ist „zutiefst schockiert“

König Charles und ganz Großbritannien stehen unter Schock nach der entsetzlichen Tragödie bei der Royal Windsor Horse Show. Ein 24-jähriges Mitglied der King’s Troop Royal Horse Artillery stürzte und wurde unter einer schweren Geschützlafette mitgeschleift und starb. Nun werden kritische Stimmen laut.

Tragischer Unfall bei Pferdeshow

Eine junge Soldatin ist nach einem tragischen Unfall bei der Royal Windsor Horse Show gestorben, als sie nach einer Vorführung von ihrem Pferd stürzte.

Lance Bombardier Ciara Sullivan, 24, gehörte der King’s Troop Royal Horse Artillery an – einer zeremoniellen Einheit der britischen Armee, vergleichbar mit dem Wachbataillon der Bundeswehr, jedoch mit einer einzigartigen Besonderheit: Die Einheit führt bei Paraden und Shows rasante Vorführungen mit historischen Feldgeschützen aus dem Ersten Weltkrieg durch. Sullivan stürzte kurz nach 19 Uhr Ortszeit beim Verlassen der Arena. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe erlitt sie schwere Verletzungen und starb noch am Unfallort.

Bei den Vorführungen wird jede Geschützlafette von sechs Pferden gezogen, die in drei Paaren angeordnet sind. Die Reiter lenken die schwere Artillerie durch enge Kurven und präzise Formationen in der Arena. Die Lafetten aus Stahl und Holz mit großen Speichenrädern wiegen über eine Tonne.

Sullivan soll zum Zeitpunkt des Unfalls auf der hinteren Position direkt neben der Lafette geritten sein. Sie trug zudem die traditionelle zeremonielle Bärenfellmütze (Busby) als Teil der Galauniform der King’s Troop.

Laut der Daily Mail wurde Ciara Sullivan offenbar unter einer schweren Geschützlafette mitgeschleift, was nun Forderungen nach verbesserten Sicherheitsmaßnahmen laut werden lässt.

Soldatin der King’s Troop Royal Horse Artillery stirbt bei tragischem Unfall

Eine Quelle sagte der Zeitung: „Der Reiter vorne konnte die Rückseite der Lafette, wo Ciara saß, nicht klar sehen und konnte daher nicht erkennen, dass sie gestürzt war, und wusste nicht, dass er anhalten musste.“

„Diese Lafetten wurden vor Jahrhunderten erfunden, bevor es moderne Sicherheitsmaßnahmen gab“, fuhr die Quelle fort und fügte hinzu, die Bärenfellmützen seien „nicht zwecktauglich“. Es müsse eine „ernsthafte Überprüfung“ der Pferdevorführungen geben.

In einem Nachruf beschrieb ihr kommandierender Offizier sie als „ein strahlendes Licht in jedem Raum, den sie betrat“ und lobte sie als „eine außerordentlich professionelle Soldatin und eine herausragende Reiterin.“

Ihr Vater teilte in den sozialen Medien ein bewegendes Foto-Tribute und schrieb: „Die Ehre. Der Dienst. Sie werden nie vergessen werden.“

Der Buckingham-Palast erklärte, König Charles III. und andere Mitglieder der königlichen Familie seien bei der Veranstaltung anwesend gewesen, als sich die Tragödie ereignete. Der König sei „zutiefst schockiert und betrübt“ und wolle der Familie persönlich sein Beileid aussprechen.

König Charles – Foto: Shutterstock

Buckingham-Palast gibt Stellungnahme ab

Obwohl der König und andere Mitglieder der königlichen Familie während des Vorfalls in der Arena anwesend waren, wurden sie erst später über die Schwere des Geschehens informiert.

„Der König war zutiefst schockiert und betrübt, als er anschließend vom Tod des Troop-Mitglieds erfuhr, und wird sich an die Familie wenden, um sein persönliches Beileid auszusprechen“, erklärte der Buckingham-Palast.

„Die Gedanken und die tiefste Anteilnahme der gesamten königlichen Familie sind in dieser Zeit der Trauer bei den Angehörigen und militärischen Kameraden des Opfers.“

Ciara Sullivan trat mit 18 Jahren in die Armee ein und absolvierte ihre Ausbildung im Army Training Center in Pirbright, bevor sie 2021 zur King’s Troop Royal Horse Artillery kam, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Von Freunden als „Sully“ bekannt, wurde sie als furchtlose und talentierte Reiterin in Erinnerung behalten, die von allen, die mit ihr dienten, tief respektiert wurde.

Als „herausragende Soldatin“ in Erinnerung

Sie „war für alle, die das Privileg hatten, an ihrer Seite zu dienen, ein strahlendes Licht in jedem Raum, den sie betrat“, hieß es.

„Eine außerordentlich professionelle Soldatin und eine herausragende Reiterin, die jeden Tag bei der Troop mit einer ansteckenden Energie anging – der Art von Energie, die andere mühelos und unbeabsichtigt mitreißt – und die für ihre Kameraden sowohl in den kleinen Momenten als auch in den schweren stets da war.“

„Eine herausragende Soldatin und ein Vorbild für viele, mit denen sie arbeitete“, fügten sie hinzu und sagten, sie habe „einen natürlichen Mut besessen, der sie immer als Erste freiwillig auf die anspruchsvollsten Pferde steigen ließ.“

Sie fuhren fort: „Über ihr reiterliches Talent hinaus war sie eine Soldatin von bemerkenswerter Vielseitigkeit. Eine begabte Fußballerin, eine engagierte Präsenz im Fitnessraum, die sich selbst antrieb und andere leise mitzog, und jemand, der in den kleinsten alltäglichen Erfolgen ihrer Kameraden einen Grund zum Feiern fand.“

Die Thames Valley Police erklärte, der Vorfall sei „ungeklärt, aber nicht verdächtig.“

Ruhe in Frieden, Ciara.

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