Das Gefühl, einem Land anzugehören und stolz auf seine Nation zu sein, kennen viele. Doch was passiert, wenn sich dieses gemeinsame Nationalgefühl zu verändern beginnt?
Eine neue Umfrage beleuchtet genau einen solchen Wandel in einem der bekanntesten Länder der Welt.
Während die USA ihren 250. Jahrestag feierten, zeigt eine aktuelle Erhebung des Analyseinstituts PRRI, dass deutlich weniger Amerikaner als früher ein tiefes Gefühl von Stolz auf ihr Land empfinden.
Heute geben nur noch 51 Prozent der Befragten an, sehr oder ausserordentlich stolz darauf zu sein, Amerikaner zu sein. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 81 Prozent.
Gleichzeitig berichten 23 Prozent, dass sie ihrem nationalen Zugehörigkeitsgefühl nur mässig Stolz entgegenbringen. Weitere 14 Prozent empfinden nur wenig Stolz, und 11 Prozent fühlen überhaupt keinen Stolz mehr, Amerikaner zu sein.

Nationalgefühl der Amerikaner – Ein Land unter Spannung
Die Ergebnisse kommen nach mehr als einem Jahrzehnt wachsender politischer Spannungen in den USA. Die öffentliche Debatte ist gespaltener geworden, und sowohl die Rechte als auch die Linke stehen sich weiter auseinander als je zuvor. Gleichzeitig haben mehrere Vorfälle politisch motivierter Gewalt und scharfer Auseinandersetzungen ihre deutlichen Spuren in der amerikanischen Gesellschaft hinterlassen.
Die Umfrage zeigt nicht direkt auf die genauen Ursachen dieser Entwicklung hin, wird aber zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem auch das Vertrauen in die politische Führung nicht besonders ausgeprägt ist.
Präsident Donald Trump kommt laut einem Durchschnitt mehrerer Meinungsumfragen auf eine Zustimmungsrate von rund 40 Prozent, während fast 57 Prozent seine Arbeit als Präsident ablehnen.
Nationalgefühl auf Tiefstwert
Die PRRI-Umfrage wurde unter 5.469 erwachsenen Amerikanern im Zeitraum vom 1. bis 18. Mai durchgeführt.
Obwohl eine Mehrheit nach wie vor Stolz auf die USA empfindet, zeigen die Zahlen einen erheblichen Wandel im Vergleich zu vor etwas mehr als einem Jahrzehnt. Genau deshalb sorgt die Umfrage für grosse Aufmerksamkeit.
Denn während die Nation einen der größten nationalen Gedenkfeiern ihrer Geschichte feiert, scheint das amerikanische Selbstverständnis im Wandel zu sein
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