Tiger Woods vor Gericht: Deal nach Unfall – Vanessa Trump an seiner Seite

Tiger Woods erschien mit Vanessa Trump an seiner Seite vor einem Gericht in Florida, um sich seiner DUI-Festnahme vom März zu stellen. Ein Detail am Auftritt des Paares stahl der Verhandlung jedoch schnell die Show.

Der 50-jährige Golf-Star kam am 2. September zusammen mit seiner 48-jährigen Freundin Vanessa Trump zum Martin County Courthouse in Stuart. Das Paar ging an den Kameras vorbei, ohne vor Journalisten stehen zu bleiben.

Vanessa, die Ex-Frau von Donald Trump Jr. und Mutter ihrer fünf Kinder, ist seit 2025 mit Woods zusammen. Der Golfer bestätigte die Beziehung im März öffentlich.

Diesmal begleitete sie ihn durch einen Rechtsstreit, der Woods seit mehr als fünf Monaten verfolgt.

Urteil „ohne Ausnahmen“

Im Gerichtssaal nahm Woods sein vorheriges Nichtschuldig-Plädoyer zurück und bekannte sich nach einer Reduzierung der Vorwürfe, die aus seinem Überschlagunfall vom 27. März in der Nähe seines Hauses auf Jupiter Island stammten, zu „no contest“ – der Angeklagte bestreitet die Tat also nicht, bekennt sich aber auch nicht schuldig

Laut Reuters wurde die DUI-Anklage im Rahmen der Vereinbarung fallen gelassen. Woods bekannte sich stattdessen zu rücksichtslosem und unachtsamen Fahren.

Der Deal bewahrte ihn vor dem Gefängnis, hält den 15-fachen Major-Sieger aber fünf Jahre lang vom Steuer fern. Zusätzlich muss Woods rund 1500 Dollar Strafe zahlen.

„Es gibt keine Ausnahmen. Wenn Sie aus irgendeinem Grund fahren, kommen Sie sofort wieder ins Gefängnis“, sagte Richter Darren Steele zu Woods laut Reuters.

„Mehrere Anzeichen einer Beeinträchtigung“

Der Fall geht auf den 27. März zurück. Damals kollidierte Woods’ Land Rover mit einem Lkw, der einen Anhänger mit Hochdruckreiniger zog, und kippte auf die Seite.

Die Beamten am Unfallort sagten, Woods – der Hydrocodon-Tabletten in der Tasche hatte – habe „mehrere Anzeichen einer Beeinträchtigung“ gezeigt, darunter „blutunterlaufene und glasige“ Augen und „extrem geweitete Pupillen“, berichtet People.

Nachdem er eine Urinprobe verweigerte, wurde er wegen Fahren unter Einfluss angeklagt und plädierte später auf nicht schuldig.

Der Unfall zwang Woods auch außerhalb des Gerichtssaals zur Konfrontation mit seinen Problemen.

Kurz darauf erklärte der Golfchampion, er ziehe sich „für eine gewisse Zeit zurück, um eine Behandlung anzustreben“ und „auf eine nachhaltige Genesung“ hinzuarbeiten.

„Ich kenne und verstehe die Ernsthaftigkeit der Situation, in der ich mich heute befinde“, sagte Woods in einer Erklärung vom 31. März. „Ich bin entschlossen, mir die Zeit zu nehmen, die nötig ist, um gesünder, stärker und fokussierter zurückzukehren – persönlich wie beruflich.“

Vanessas Ultimatum

Hinter den Kulissen soll die Beziehung zu Vanessa ebenfalls belastet gewesen sein.

Laut Daily Mail wertete Vanessa den Vorfall als „klares Warnsignal“.

„Sie ist überhaupt nicht glücklich“, sagte eine Quelle dem Blatt. „Es ist ein klares Warnsignal, und sie hat ihm gesagt, dass er das in den Griff bekommen muss – und dass sie das verlangt. Er muss die Dinge unter Kontrolle bringen, sonst bleibt sie nicht.“

Woods, der Berichten zufolge „sehr reumütig“ und „peinlich berührt“ gewesen sein soll, reiste anschließend in die Schweiz in eine stationäre Behandlung. Dort sollte er mehrere Monate bleiben, unterbrach den Aufenthalt im Mai jedoch kurz aus einem ganz anderen Grund.

Vanessa – die 2018 von Donald Trumps ältestem Sohn geschieden wurde – hatte mitgeteilt, dass sie wegen Brustkrebs behandelt werde. Woods soll nach Florida zurückgekehrt sein, um sie zu unterstützen, und danach in die Schweiz zurückgereist sein, um sein Programm fortzusetzen.

Im Juni war Woods wieder in den USA. Am 2. September stand Vanessa neben ihm, als er vor dem Richter erschien.

Ihr Eintreffen vor dem Gerichtshof zog jedoch Aufmerksamkeit auf etwas, das weder mit Vanessas Gesundheit noch mit Woods’ Deal zu tun hatte.

„Steinern“ und „unbewegt“

Die Körpersprache-Expertin Judi James sagte dem Mirror US, das Paar habe auf dem Weg durch die Kameras ungewöhnlich distanziert gewirkt. Sie verwies auf fehlenden Körperkontakt und die Gesichtsausdrücke vor dem Gericht.

„Hier gibt es kein Händchenhalten, keine zusammengehörige Geste von Tiger und Vanessa“, sagte James. „Er geht vor ihr her, mit steinerner, unbewegter Miene, die Mundwinkel nach unten gezogen. Die Augen starren geradeaus, als merke er Kameras und Menschenmenge nicht.“

James achtete auch auf Woods’ Haltung. Gehobener Kopf, geweitete Brust und der Schritt wirkten für sie wie der Versuch, Selbstbewusstsein zu zeigen.

„Der Kopf ist gehoben, die Brust vorgeschoben. Mit dem Schritt und dem Armschwung wirkt es, als wolle er selbstbewusst, entschlossen oder furchtlos erscheinen“, erklärte sie.

„Vanessas Gesichtsausdruck wirkt hier ebenso grimmig und unbewegt, wobei der Blick hinter einer großen verspiegelten Sonnenbrille verborgen bleibt. Die Tasche hängt an der inneren Schulter, die Hand liegt auf der Kette – so kann sie jede zärtliche Berührung oder jedes Händchenhalten vermeiden.“

Nach Monaten, in denen sie sich Berichten zufolge gegenseitig durch persönliche Krisen gestützt hatten, wurde ihr zurückhaltender Auftritt vor Gericht rasch zu einer eigenen Geschichte.

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