Reist Trump zur Beerdigung von König Harald? Das sagt ein Politikexperte

Mehrere Details könnten Donald Trump dazu bewegen, Norwegen zu besuchen – und bei König Haralds Beerdigung anwesend zu sein.

US-Präsident Donald Trump sprach dem norwegischen Volk und der Königsfamilie umgehend sein Beileid aus. Dies geschah nach König Haralds Tod im Alter von 89 Jahren in der vergangenen Woche.

Trump schrieb in einem Beitrag auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social am Samstag, Harald sei „ein stolzer, starker und äußerst angesehener Mann gewesen, der sein Land liebte“, laut der Nachrichtenseite Yahoo.

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Donald Trump bei König Haralds Beerdigung?

Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass der Präsident möglicherweise nach Oslo reisen und an Haralds Beerdigung teilnehmen könnte. Das norwegische Königshaus hatte zuvor angekündigt, Einladungen unter anderem an verbündete Länder wie etwa NATO-Staaten zu verschicken.

Laut NRK bietet die Kirche während der Beerdigung Platz für 450 Personen, und es werden Staatsoberhäupter, Regierungsvertreter sowie nationale und internationale Gäste in Oslo erwartet. Bislang ist unklar, ob Donald Trump in die norwegische Hauptstadt reisen wird oder nicht.

„Vermutlich versucht gerade jemand aus seinem Stab herauszufinden, wie prunkvoll das norwegische Schloss ausgestattet ist und ob es Trump eine gute Gelegenheit für Fotos bieten könnte. Es geht bei ihm oft um seine eigene Selbstdarstellung, wie wir es bereits bei Besuchen unter anderem in Großbritannien und Frankreich gesehen haben. Bei Trump geht es meistens um: Wie kann mir dieses Land helfen? Wie kann mir diese Person helfen?“, sagt Ross Baker, Professor für Politikwissenschaft an der Rutgers University, gegenüber Dagbladet.

„Könnte Trump nach Norwegen locken“

Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein noch sehr junger Harald ins Exil gezwungen, als die Deutschen Norwegen besetzten. Die norwegische Königsfamilie lebte damals eine Zeit lang in den USA, bis zum Ende des Krieges. Laut Baker könnte dieser geschichtliche Flügelschlag bei Trumps Entscheidung eine Rolle spielen.

„Vielleicht spricht Trump auch mit einem Historiker, der ihm die Geschichte erzählt, wie die norwegische Königsfamilie während des Zweiten Weltkriegs, als Franklin D. Roosevelt Präsident war, in der Nähe des Weißen Hauses wohnte. Solche Details könnten Trumps Reiselust wecken“, sagt Baker gegenüber Dagbladet.

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Ein weiteres Detail, das Trump laut dem Professor reizen könnte, sind Norwegens Naturressourcen.

„Mir fällt auch auf, dass das Öl Trump nach Norwegen locken könnte. Norwegen ist für Trump vielleicht ein Land, das im Grunde genommen unannehmbar links ausgerichtet ist, aber das Land verfügt über viel Öl, das ihr verkauft, und Trump will mehr Ölförderung.“

König Harald wird am 9. September um 13 Uhr im Osloer Dom beigesetzt.

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