Diese Woche sind alle Augen auf das Weiße Haus gerichtet – noch mehr als sonst – und das nicht nur wegen der unangenehmen Szenen beim White House Correspondents‘ Dinner am Wochenende.
Trump empfängt König Charles und Camilla
König Charles und Königin Camilla sind für ihren viertägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen und wurden gestern, am 27. April, von Präsident Donald Trump und First Lady Melania empfangen.
Angesichts von Trumps Unberechenbarkeit und der vielen Regeln, die beim Umgang mit hochrangigen Mitgliedern der britischen Königsfamilie einzuhalten sind, ist es vielleicht nicht weiter verwunderlich, dass viele online einen Protokollverstoß befürchteten, als der US-Präsident den König von England traf.
Obwohl Trump König Charles mit seinem typischen kräftigen Händedruck empfing, schien beim gegenseitigen Begrüßen zunächst alles in Ordnung zu sein.
Zusammen mit Melania Trump und Königin Camilla tauschten sie Höflichkeiten aus und posierten für Fotos. Alle lächelten, alles verlief reibungslos.
Dann jedoch soll Trump einen kleinen Fauxpas begangen haben, als das Quartett sich umdrehte und in den Hauptempfangsbereich des Weißen Hauses ging, wo eine Gartenparty stattfinden sollte.

Ein Schultertaps, der für Aufsehen sorgt
Wie bereits angedeutet, sind die Umgangsregeln mit dem britischen Monarchen oft altertümlich, verwirrend und schlicht seltsam. Dem König oder der Königin den Rücken zuzukehren – ohne sich zuvor ein paar Schritte zurückzuziehen – gilt zum Beispiel als schlechtes Benehmen. Ebenso wie damit anzufangen zu essen, bevor der Monarch dies tut, sollte man je an einem Tisch mit ihm speisen.
Als Charles sich umdrehte, um zur erwähnten Gartenparty zu gehen, soll Trump dem König auf die Schulter getippt haben. Im Hinblick auf die Etikette in Königskreisen ist das ein klares No-Go – es wird geraten, den Monarchen nie zu berühren und körperlichen Kontakt auf einen Händedruck zu beschränken, sofern der König oder die Königin die Hand zuerst ausstreckt.
Im Vorfeld von Charles‘ und Camillas Besuch in den USA hatte der frühere königliche Butler Grant Harrold Trump sogar eine Warnung mit auf den Weg gegeben.
„Mein Rat an die Trumps wäre: schauen, aber nicht anfassen“, sagte Harrold gegenüber Action Network. „So einfach ist das. Schauen, lächeln, höflich sein – aber bitte nicht anfassen. Den König in Ruhe lassen.“

Nicht das erste Mal
Auch wenn Trumps Schultertaps die Reise nicht ruinieren oder internationale Verstimmungen auslösen wird, ist es nicht das erste Mal, dass der US-Präsident beim Umgang mit britischen Royals gegen die Etikette verstoßen hat.
2018 wurde er von der britischen Presse heftig kritisiert, weil er angeblich Königin Elizabeth II. den Rücken zugekehrt und ihr dann beim Gang an einer Reihe britischer Soldaten vorbei vorausmarschiert sein soll.
Auch beim Treffen mit Charles in London im vergangenen September soll Trump den König am Ellbogen gepackt haben.
Was den Schultertaps betrifft, spielte Körpersprachen-Expertin Judi James dessen Bedeutung herunter und meinte, Charles werde das wahrscheinlich nicht groß stören.
„Diese Berührung am Arm beim Hineingehen wirkte eher wie eine politische Geste“, sagte James gegenüber dem Daily Mail.
„Es war auch die erste echte Geste aktiver, ‚besonderer‘ Freundschaft – von einem deutlich zurückhaltenderen Trump als bei den sehr herzlichen Ritualen, die wir bei ihrem letzten Treffen im September 2025 erlebt haben.“
Sie fügte hinzu: „Charles wirkte dabei immer entspannter als seine Mutter, Königin Elizabeth II., und Trumps Geste war für seine Verhältnisse äußerst gedämpft.
„Nur eine leichte, vorsichtige und recht höfliche Berührung, um Charles ins Innere zu führen.
„Dieses erste Begrüßungsritual vermittelte nach außen den Eindruck von Herzlichkeit, und die Wangenküsse von Melania schufen eine Atmosphäre der Wärme – fast schon im familiären Stil.“
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