Erdbeben in Venezuela: Argentinischer Fußballer Lucas Trejo verliert Frau und Kinder

Mehr als 1.400 Menschen sind nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela bestätigt tot, und Experten warnen, dass die endgültige Opferzahl 10.000 erreichen könnte. Zu den Todesopfern zählen auch die Ehefrau und zwei kleine Kinder des argentinischen Fußballers Lucas Trejo.

Lucas Trejo, der für den venezolanischen Klub Maritimo La Guaira spielt, befand sich in Caracas, um sich auf ein Spiel vorzubereiten, als die Erdbeben einschlugen.

Seine Familie war zu Hause im Küstengebiet Playa Grande – einem der am schwersten betroffenen Gebiete – als ihr Wohngebäude einstürzte.

Lucas Trejo – Verzweifelter Hilferuf

Da er nicht wusste, ob seine Familie überlebt hatte, veröffentlichte Trejo einen dringenden Hilferuf auf Instagram und bat jeden, der Informationen hatte, sich zu melden.

„Unser Gebäude in Playa Grande ist eingestürzt. Ich weiß nichts über meine Familie“, schrieb er. „Bitte betet für sie und teilt diese Nachricht, falls jemand sie gesehen hat. Ich möchte glauben, dass sie nicht dort waren. Bitte betet für meine Familie.“

Nach einer 74-stündigen Suche wurden seine Frau Yanina Maranella und ihre Kinder Aaron und Ainhoa schließlich tot im Trümmer gefunden.

Sein Klub bestätigte die Nachricht in einer Stellungnahme und bat um Respekt für Trejo und seine Mitspieler in dieser Zeit des tiefen Verlustes.

Das Ausmass der Katastrophe

Das erste Erdbeben erschütterte Yaracuy, westlich von Caracas, mit einer Stärke von 7,2. Es folgte ein zweites Beben der Stärke 7,5, laut dem US Geological Survey. Mehr als 3.200 Menschen wurden wegen Verletzungen behandelt, Tausende weitere werden noch vermisst.

Fotos von Vermissten wurden rund um Krankenhäuser aufgehängt, während Familien weiterhin nach ihren Angehörigen suchen.

Eine internationale Rettungsaktion ist nun im Gange: 21 Delegationen aus aller Welt haben 2.242 Rettungskräfte und 96 Spürhundeinheiten entsandt, um die Trümmer nach Überlebenden zu durchsuchen.

Der USGS warnte, dass die Opferzahl in den kommenden Tagen noch erheblich steigen dürfte – Schätzungen gehen von rund 10.000 Toten aus, wobei Behördenvertreter betonten, dass die tatsächliche Zahl auch höher oder niedriger ausfallen könnte.

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