Kater Murkel ist zurück: Vermisster Stubentiger taucht nach 14 Jahren in Verl wieder auf

Er war weg – 14 Jahre lang. Jetzt ist Kater Murkel zurück bei seiner Familie in Verl.


Kater Murkel verschwand 2012

Als Murkel 2012 aus dem Leben von Hanna Bieder verschwand, war das Mädchen gerade mal 13 Jahre alt. Es gab keine Spur vom Kater und keine Hinweise; Murkel war wie vom Erdboden verschluckt.

Irgendwann stellte sich wohl die bittere Erkenntnis ein, die jeder Tierbesitzer fürchtet: Er kommt nicht mehr zurück.

Spoiler: Er kam doch zurück.

Ein Anruf, der alles verändert

14 Jahre nach Murkels Verschwinden klingelte bei Hannas Vater das Telefon. Er erhält eine Nachricht, mit der niemand mehr gerechnet hatte. Murkel war im Verler Katzenhaus aufgetaucht – alt, angeschlagen, aber lebendig.

Dass die Familie überhaupt kontaktiert werden konnte, verdankt sie einer kleinen Investition, die sich nach über einem Jahrzehnt auszahlte: einem Mikrochip. Die Mitarbeiter des Katzenhauses ließen Murkel scannen, fanden den Chip und konnten so die Verbindung zur Familie herstellen.

Hanna Bieder ist heute 27 Jahre alt. Und hält ihren Kater wieder im Arm.

Wo war Murkel?

Das ist die große Frage, auf die es wohl nie eine endgültige Antwort geben wird. Die Familie vermutet, dass sich in den vergangenen Jahren jemand um Murkel gekümmert haben muss.

Ein Freigänger überlebt 14 Jahre in der Regel nicht komplett auf sich allein gestellt. Irgendjemand hat ihn vermutlich gefüttert, vielleicht sogar bei sich aufgenommen.

Murkel ist mittlerweile alt und gesundheitlich nicht mehr in Bestform; aber er lebt.

Verl hat eine gewisse Tradition in Sachen Kater-Comebacks

So unglaublich Murkels Geschichte klingt: In Verl gab es schon einmal einen ähnlichen Fall. 2015 tauchte Kater Moritz nach zwölf Jahren wieder auf. Er war damals in Rietberg aufgegriffen worden, verwahrlost und fast taub. Auch bei Moritz war es ein Mikrochip, der die Verbindung zur Familie Raschdorf herstellte.

Die Parallelen sind frappierend. Verl scheint ein Ort zu sein, an dem Katzen auf langen Umwegen nach Hause finden.

Murkels Geschichte ist natürlich ein Einzelfall, aber ein ziemlich gutes Argument für den Mikrochip. Die Registrierung bei Diensten wie TASSO oder FINDEFIX kostet nichts und kann selbst nach über einem Jahrzehnt noch dafür sorgen, dass ein Tier zu seiner Familie zurückfindet.

Und ja, manchmal passieren Dinge, die man für unmöglich gehalten hat. Frag Hanna Bieder.

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