Trumps „Board of Peace“: Papst Leo lehnt Einladung ab – mit einer unmissverständlichen Antwort

Bevor Präsident Donald Trump seine Marathon-Rede zur Lage der Nation hielt, hatte er sein sogenanntes „Board of Peace“ ins Leben gerufen. Neben Ländern lud er auch Papst Leo ein. Doch das geistliche Oberhaupt lehnte ab – mit einer deutlichen Antwort.

Vor Kurzem rief Donald Trump das „Board of Peace“ ins Leben – als Mittel, um Frieden in kriegszerstörten Gebieten wie Gaza zu schaffen. Doch die Reaktionen fielen anders aus, als er es sich wohl erhofft hatte.

Während die permanente Mitgliedschaft eine Milliarde Dollar kostet, lehnten mehrere Länder die Einladung ab – darunter Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Großbritannien und die Ukraine.

Länder wie Israel, Argentinien, Russland, Ungarn und Saudi-Arabien nahmen Trumps Einladung hingegen an.

Im Januar, als Trump die Initiative startete, lud er auch Papst Leo XIV., das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, zur Teilnahme ein. Doch nun haben der Papst und der Vatikan geantwortet – und die Antwort war unmissverständlich.

Papst Leos Antwort auf Trumps Einladung

Zunächst reagierte der Vatikan nicht sofort. Im Januar hieß es, Papst Leo denke über die Einladung nach und brauche Zeit für eine Entscheidung.

Doch jetzt hat der Vatikan klar gesagt, dass er an Trumps Plan nicht teilnehmen wird. Kardinal Pietro Parolin, der ranghöchste Diplomat des Vatikans, erklärte, Papst Leo sei der Überzeugung, dass Konflikte wie in Gaza von den Vereinten Nationen gehandhabt werden sollten – und nicht von einem Gremium unter der Führung eines einzelnen Landes.

Parolin erklärte gegenüber Reportern, dass es „Punkte gibt, die uns etwas ratlos machen“ und „kritische Fragen, die Erklärungen erfordern würden.“ Gleichzeitig betonte er, es sei wichtig, dass Versuche unternommen würden, auf die Krise zu reagieren.

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, ging in seiner Kritik noch weiter und bezeichnete das Board als eine „kolonialistische Operation: andere entscheiden für die Palästinenser.“ Zum Mitgliedsbeitrag von einer Milliarde Dollar sagte er: „Ich hatte nie eine Milliarde, aber vor allem ist das nicht die Aufgabe der Kirche: Es sind die Sakramente, die Würde des Menschen.“

Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, nannte die Entscheidung des Vatikans „zutiefst bedauerlich“ und erklärte: „Ich denke nicht, dass Frieden parteiisch, politisch oder kontrovers sein sollte.“

Ein Papst, der sich nicht scheut, Trump zu widersprechen

Papst Leo selbst legte die Gründe nicht öffentlich dar, doch die Entscheidung passt zu seinen jüngsten Äußerungen zu globalen Themen. Der Papst – der erste in den USA geborene Pontifex in der Geschichte – hat sich wiederholt für Frieden, Menschenrechte und den humanen Umgang mit Einwanderern und Flüchtlingen ausgesprochen. Trumps Einwanderungspolitik bezeichnete er als „zutiefst respektlos“ und „unmenschlich.“

Er hat zudem gewarnt, dass Menschenrechte in Gefahr seien, wenn Freiheit und Würde vergessen würden.

Der Vatikan ist bei Weitem nicht der einzige, der absagte. Auch Dänemark, Frankreich, Norwegen, Slowenien und Schweden lehnten die Einladung ab. Italien und die Europäische Union nahmen lediglich als Beobachter teil – nicht als Mitglieder.

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