Punch und sein Plüsch-Orang-Utan: So wird ein abgelehntes Affenbaby zum Internet-Star

Als der kleine Punch bei der Geburt von seiner Mutter abgelehnt wurde, wurde ein Plüsch-Orang-Utan zu seinem allerbesten Freund – und verwandelte den winzigen Makaken in einen total unwahrscheinlichen Social-Media-Star.

Punch (oder Punch-kun, wie ihn alle nennen) kam am 26. Juli 2025 im Ichikawa City Zoo bei Tokio zur Welt. Von Anfang an war sein Start ins Leben alles andere als einfach.

Seine Mutter wollte nichts von ihm wissen, sodass die Pfleger sofort rund um die Uhr für ihn sorgen mussten.

Bei Japanmakaken, den sogenannten Schneeaffen, ist die Bindung zur Mutter besonders stark. Die Kleinen klammern sich monatelang an Mama, während sie klettern, fressen und soziales Verhalten lernen. Selbst später bleiben sie emotional eng verbunden – das erklärt die Tierschutzorganisation Asia for Animals Coalition (AFA).

Ohne diese wichtige Mutterbindung hatte Punch es besonders schwer.

Punchs Kuscheltier

Damit er nicht allein war, legten die Zoo-Mitarbeiter weiche Spielzeuge in sein Gehege. Und sofort hatte es Punch erwischt: Ein Plüsch-Orang-Utan von IKEA wurde sein ständiger Begleiter. Er schläft mit ihm, isst mit ihm und spielt mit ihm. Die niedlichen Fotos und Videos gingen blitzschnell viral – Millionen Klicks und plötzlich strömten die Besucher scharenweise in den Zoo.

Mit dem Hype kamen allerdings auch die Sorgen.

Soziale Korrektur

Mitte Februar tauchte ein Video auf, in dem ein erwachsener Affe Punch durchs Gehege zog. Danach rannte der Kleine sofort zu seinem Plüschtier, drückte es fest an sich und schleppte es an einen sicheren Ort.Viele Fans waren schockiert und dachten, er würde gemobbt.

Der Zoo sieht das ganz anders.„Um Punch in die Gruppe der Japanmakaken zu integrieren, haben wir genau mit solchen Situationen gerechnet“, erklärten die Mitarbeiter.

Was für uns Menschen brutal aussieht, ist bei Makaken ganz normales Sozialverhalten. Und Punch zeigt dabei erstaunlich viel Stärke.„Auch wenn er zurechtgewiesen wird, beweist er Resilienz und mentale Kraft“, sagt der Zoo. „Wenn ihr diese erzieherischen Momente seht, dann drückt ihm bitte die Daumen – statt Mitleid möchten wir, dass ihr seinen Weg unterstützt.“„Mit den anderen Babys spielen“

Am 23. Februar gab’s dann richtig gute Nachrichten auf X: Punch hat sich mit einem älteren Makaken angefreundet, spielt fröhlich mit den anderen Babys und isst schon ganz selbstständig.

„Es gab keine Schimpf-Szenen mehr, er hat toll mit den anderen Kleinen gespielt und ist beim Füttern von allein vom Fuß des Pflegers runtergeklettert und hat selbst gefressen“, schrieb der Zoo stolz. „Er macht sich super!“

Punchs Haarausfall

Auch auf die Kritik am „Affenberg“ und den Haltungsbedingungen hat der Zoo reagiert:

„Tierwohl steht bei uns an erster Stelle. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Lebensbedingungen zu verbessern“, betonen sie. Gleichzeitig warnen sie: Eine zu radikale Veränderung könnte Punch erst recht zum Außenseiter machen.

Deshalb setzen sie jetzt darauf, dass er sicher in die Gruppe hineinwächst, während sie parallel die Bedingungen für alle verbessern. Hinter den Kulissen gibt es übrigens vier Indoor-Räume, in die Punch sich zurückziehen kann, wenn er Ruhe braucht. Und die Bäume im Gehege sind bei den Jungtieren als Kletter- und Spielplatz total beliebt.

Zum Thema Haarausfall: Im Winter putzen Makaken einfach mehr – deshalb verlieren viele in dieser Jahreszeit Fell.

Punch „selbstbewusst spielen“

Am 26. Februar kam dann der absolute Meilenstein: Der kleine Klammeraffe, der früher nie ohne seinen Plüsch-Orang-Utan zu sehen war, lief plötzlich aufrecht und spielte total selbstsicher mit den anderen Jungaffen – ohne Kuscheltier!

„Er hat mit den anderen Kleinen gespielt, ohne sein Plüschtier zu brauchen“, schrieb der Zoo begeistert.Und als einige Fans sich Sorgen um seinen linken Arm machten („Ist er verletzt?“), ließ der Zoo ihn sofort vom Tierarzt checken: Alles bestens! Er tobt wie immer voller Energie herum.

IKEA kassiert mit


Während Punch immer besser in die Gruppe hineinwächst, verfolgen Fans weltweit jede Entwicklung – und der Hype hat sogar IKEA erreicht.

Nach dem riesigen Erfolg hat IKEA Japan gleich Dutzende Plüschtiere an den Zoo gespendet – natürlich inklusive des berühmten Djungelskog-Orang-Utans, den Punch so liebt.

Die Fans schlugen sofort zu: Am 25. Februar war das Teil auf der IKEA-Website ausverkauft und wird jetzt auf eBay für bis zu 150 Dollar gehandelt.

Für einen kleinen Affen, der ohne Mutter gestartet ist, hat Punch nicht nur seinen Platz in der Gruppe gefunden – er hat auch das ganze Internet erobert.

Ein Knuddler nach dem anderen.Hoffentlich findet er weiterhin Anschluss und darf ein langes, glückliches Affenleben führen.

Was hältst du von dem kleinen Kerl? Erzähl’s mir und teil die Geschichte gerne mit deinen Freunden!

 

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