Alan Osmond, der älteste Bruder und eine treibende Kraft hinter der legendären Familienband The Osmonds, ist im Alter von 76 Jahren gestorben.
Die herzzerreißende Nachricht wurde von der Osmond-Familie in einer Erklärung gegenüber KSLTV bestätigt. Alan starb umgeben von den Menschen, die ihm am meisten bedeuteten – seine Frau Suzanne und ihre acht Söhne waren alle in seinen letzten Momenten an seiner Seite.
Die Familie hat keine Todesursache bekannt gegeben.
Alan Osmond – Vom Barbershop-Quartett zur Weltbühne
Alans Geschichte ist untrennbar mit dem Aufstieg einer der ikonischsten Musikfamilien Amerikas verbunden. Er wurde 1949 geboren und war der Älteste der Osmond-Geschwister, die auftraten – da die beiden ältesten Brüder, Virl und Tom, hörgeschädigt waren und nicht sangen.
Alan begann mit gerade einmal 12 Jahren aufzutreten und sang ursprünglich in einem Barbershop-Quartett mit seinen Brüdern Wayne, Merrill und Jay.
Als die Gruppe wuchs, stießen die jüngeren Brüder Donny und Jimmy dazu, während Schwester Marie das Familienerbe später gemeinsam mit Donny in einer erfolgreichen TV- und Bühnenkarriere weiterführte.
Als „One Take Osmonds“ bekannt, wurde die Gruppe dafür berühmt, ihre Auftritte nahezu sofort perfekt hinzubekommen – eine Fähigkeit, die sie meistern mussten, weil strenge Kinderarbeitsgesetze die Arbeitszeiten einschränkten.
„Wir durften nur so viele Stunden am Tag arbeiten“, erinnerte sich Alan Osmond einmal, „also nahmen wir die Arbeit mit nach Hause und stellten sicher, dass wir es beim ersten Take hinbekamen.“

Hinter den Kulissen war Alan weit mehr als nur ein Performer. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Sounds der Gruppe und war Mitautor großer Hits wie „One Bad Apple“ und dem mutigen, von der Kritik gelobten „Crazy Horses.“ Der große Durchbruch der Osmonds gelang nach Auftritten in der Andy Williams Show, die sie zu internationalem Ruhm katapultierte.
Multiple Sklerose, Militärdienst und ein bleibendes Erbe
1987 wurde bei Alan Multiple Sklerose diagnostiziert – eine Krankheit, mit der er jahrzehntelang mit bemerkenswerter Stärke lebte. Nach 2007 trat er größtenteils nicht mehr mit der Gruppe auf.
Wie der Rest seiner Familie war Alan Osmond ein hingebungsvolles Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.
Ende der 1960er Jahre diente er auch seinem Land und trat der California Army National Guard bei. Stationiert in Fort Ord, arbeitete er als Schreiber in der 144. Artillerieeinheit. Während seiner Militärzeit verdiente er sich sogar den Spitznamen „der mormonische Traum“ – eine Anspielung auf seinen Glauben und seinen Ruf.
Alan Osmond heiratete Suzanne Pinegar 1974, und das Paar baute gemeinsam eine große, eng zusammenhaltende Familie auf und zog acht Söhne groß.

Er hinterlässt seine Frau, ihre Söhne, 30 Enkelkinder und fünf Urenkelkinder – und damit nicht nur eine hingebungsvolle Familie, sondern auch ein bleibendes musikalisches Erbe, das eine ganze Generation geprägt hat. RIP, Alan – danke für all die Erinnerungen und die Musik!
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