Der spanische Stierkämpfer Morante de la Puebla steht vor einer langen und schmerzhaften Genesung, nachdem er bei einem heftigen Zwischenfall in der Arena schwer verletzt wurde.
Der 46-jährige Matador, oft als „König der Stierkämpfer“ bezeichnet, wurde bei einem Auftritt in Sevillas Maestranza-Arena von einem Stier aufgespießt – ein Unfall, der sich schnell zu einem medizinischen Notfall entwickelte und stundenlange Operationen erforderte.
Nun meldet sich Puebla aus seinem Krankenhausbett zu Wort und beschreibt sowohl den körperlichen Schmerz als auch die Angst in den unmittelbaren Momenten danach.
„Ich hatte immense Schmerzen, hatte viel Angst, weil ich sah, dass der Stier mich gepackt hatte – und ich dachte, ich würde stark bluten“, sagte er in einem online geteilten Video.
Besonders auffällig ist der Zeitpunkt des Vorfalls.
Er wurde sofort operiert
Puebla hatte bereits drei Stiere ohne Probleme bekämpft, als sich die Situation in Sekunden änderte. Der Stier stürmte auf ihn zu und erwischte ihn unvorbereitet. Er ließ sein Cape fallen und versuchte zu fliehen – dabei machte er sich verwundbar und wurde getroffen. Mitstreiter trugen ihn schnell aus der Arena, bevor er in die Operation gebracht wurde.
Zunächst befürchtete Puebla das Schlimmste. Doch als er das Krankenrevier erreichte, stellte er fest, dass die Blutung nicht so stark war, wie er gedacht hatte – ein Moment der Erleichterung, auch wenn der Schmerz zunahm.
„Als ich ins Krankenrevier kam und sah, dass die Blutung minimal war, entspannte ich mich etwas – aber es tat natürlich sehr weh“, sagte er. „Ohne Zweifel war es die schmerzhafteste Verletzung, die ich je hatte.“
„Ich habe starke Schmerzen“
Die Folgezeit hat sich jedoch als schwierig erwiesen.
„Ehrlich gesagt habe ich starke Schmerzen“, gab Puebla zu und erklärte, er habe Schlafprobleme und kaum Appetit. Er wird auch über einen IV-Katheter ernährt – etwas, das er nach eigenen Angaben noch nie zuvor erlebt hat.
Die Verletzung, die in einem besonders empfindlichen Bereich erlitten wurde, dürfte ihn für einige Zeit außer Gefecht setzen.
Über seine Genesung hinaus hat der Vorfall erneut eine Debatte über den Stierkampf in Spanien entfacht. Während die Tradition nach wie vor weit verbreitet ist, weisen Kritiker – darunter Tierschutzgruppen – auf die damit verbundenen Risiken hin und erneuern ihre Forderungen nach einem Verbot.
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