Schüsse beim Korrespondentendinner: Trump von der Bühne gezerrt

Was für ein Abend in Washington: Beim traditionellen Korrespondentendinner im Hilton-Hotel fielen am Samstagabend (Ortszeit) mehrere Schüsse. Präsident Donald Trump, First Lady Melania und weitere Kabinettsmitglieder wurden innerhalb von Sekunden vom Podium evakuiert.

Im Saal brach Panik aus, rund 2600 Gäste suchten Deckung unter Tischen und Stühlen. Es war ausgerechnet Trumps erster Auftritt bei dem traditionsreichen Dinner seit 2015.

Schüsse in Washington – Was bisher bekannt ist

Der Vorfall ereignete sich vor der Sicherheitsschleuse zur Veranstaltung. Der Schütze feuerte mit einer Schrotflinte mehrere Schüsse ab und traf dabei einen Agenten des Secret Service, der dank seiner Schutzausrüstung unverletzt blieb.

Im Festsaal selbst waren die Schüsse laut SRF deutlich zu hören. Beim Festgenommenen handelt es sich laut Behörden um den 31-jährigen Cole Tomas Allen aus Kalifornien, einen Absolventen des renommierten California Institute of Technology, wo er Ingenieurwesen studiert hatte.

Die Sicherheitskräfte konnten ihn überwältigen. Ihm drohen Anklagen wegen Gebrauchs einer Schusswaffe bei einem Gewaltverbrechen sowie wegen tätlichen Angriffs auf einen Bundesbeamten.

Trumps Reaktion

Trump kehrte nach der Evakuierung zurück und gab eine Pressekonferenz. Er erklärte, er habe die Schüsse zunächst für krachendes Geschirr gehalten.

Dann sei alles blitzschnell gegangen. Den Angreifer bezeichnete er als „sehr, sehr kranke Person“ und sprach davon, dass der Vorfall Amerika „vereint“ habe.

Wie watson.ch berichtet, warb Trump im gleichen Atemzug auch für den neuen Ballsaal, den er beim Weißen Haus anbauen lässt. Der Vorfall zeige, warum bessere Sicherheitsmechanismen nötig seien. Pikantes Detail am Rande: In genau demselben Hotel hatte 1981 ein Attentäter versucht, Präsident Ronald Reagan zu ermorden.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen und Motiven laufen noch. Die Behörden gehen derzeit von einem Einzeltäter aus.

 

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