Hollywood trauert um die Schauspielerin Kelly Curtis, die ältere Schwester von Jamie Lee Curtis und älteste Tochter der Leinwandlegenden Tony Curtis und Janet Leigh. Kelly Curtis starb am Samstag friedlich im Alter von 69 Jahren.
Die erschütternde Nachricht wurde von Jamie Lee Curtis in einem emotionalen Beitrag in den sozialen Medien geteilt, in dem sie nicht nur die Karriere ihrer Schwester würdigte, sondern auch die tiefe Verbindung, die sie ihr Leben lang teilten.
„Ein warmes Aloha an meine ältere Schwester Kelly Lee Curtis. Sie ist heute Morgen verstorben. In ihrem Zuhause. In der Natur. In Frieden“, schrieb Jamie Lee.
„Sie war meine erste Freundin und lebenslange Vertraute. Sie war atemberaubend schön und eine talentierte Schauspielerin.“
Kelly Curtis wurde 1956 in Santa Monica geboren und war von Geburt an Teil des Hollywood-Adels. Ihr Leinwanddebüt gab sie als Kleinkind in dem Historienepos „Die Wikinger“ (1958), in dem ihre berühmten Eltern die Hauptrollen spielten. Tony Curtis und Janet Leigh gehörten zu den größten Stars des klassischen Hollywood – Janet Leigh wurde vor allem durch ihre Rolle in Alfred Hitchcocks „Psycho“ weltberühmt.

Während ihre jüngere Schwester Jamie Lee später zu einem der bekanntesten Stars Hollywoods wurde, baute Kelly sich still und leise eine eigene Karriere in Film, Fernsehen und später als Dokumentarfilmerin auf.
Viele Fans erinnern sich an ihre Rolle neben Jamie Lee in der Komödie „Die Glücksritter“ (1983, im Original „Trading Places“). Sie wirkte außerdem in Produktionen wie „Magic Sticks“, „The Devil’s Daughter“, „False Arrest“ und dem TV-Film „Thanksgiving Day“ mit. Im Fernsehen hatte sie Gastauftritte in Serien wie „Der Equalizer“, „Star Trek: Deep Space Nine“, „Hunter“, „Silk Stalkings“, „Für alle Fälle Amy“ (im Original „Judging Amy“) und „The Sentinel“, wo sie Lieutenant Carolyn Plummer spielte.
Doch laut Jamie Lee lag Kellys größtes Vermächtnis nicht auf einem Filmset.
„Sie war eine hervorragende Hearts-Spielerin, sammelte Schildkröten, liebte ihre Familie, die Natur, Musik, Second-Hand-Shopping, Reisen, Facebook und Pokémon Go. Sie war stolz auf ihre dänischen Wurzeln und ihre ungarisch-jüdische Abstammung und war eine überzeugte amerikanische Patriotin.“
Ihre besondere Art, sich zu verabschieden
Jamie Lees Nachruf zeichnete das Porträt einer Frau, die für ihre Herzlichkeit, Unabhängigkeit, Neugier und unvergessliche Persönlichkeit bekannt war.
„Man wird sich an sie erinnern für ihre liebevolle Großzügigkeit, ihre entschiedenen Meinungen, ihre endlose Neugier, ihren einzigartigen Stil und ihre gepuderten Mandel-Kipferl zu Weihnachten – daher ihr Name: Auntie Cookie.“
Die Schauspielerin verriet auch, dass Kelly eine besondere Art hatte, sich zu verabschieden. Laut Jamie Lee beendete ihre Schwester Nachrichten stets mit dem ungarischen Ausdruck „Isten Veled“, was „Gott sei mit dir“ bedeutet.
„Isten Veled an meine Schwester von Sonne und Mond, meine Tai. Wir sehen uns irgendwann wieder.“
In einer zweiten Betrachtung öffnete sich Jamie Lee über die komplizierte, aber beständige Beziehung, die sie als Schwestern teilten. Wie viele Geschwister erlebten sie nach der Scheidung ihrer Eltern eine Rivalität, und ihre Leben führten sie schließlich in unterschiedliche Richtungen.

„Meine Schwester und ich standen uns als Kinder nahe, aber es gab auch diesen Geschwisterwettbewerb um die Aufmerksamkeit und Liebe geschiedener Eltern. Wir waren grundverschieden und lebten viele Jahre getrennt“, schrieb sie.
Ihre Verbindung festigte sich wieder, als Kelly 1984 an Jamie Lees Hochzeit mit Schauspieler Christopher Guest teilnahm.
„Aber sie kam zurück, um bei meiner Hochzeit dabei zu sein, und ist danach eigentlich nie wieder wirklich gegangen.“
Im Laufe der Jahre wurde Kelly ein fester Bestandteil von Jamie Lees Leben und Familie. Sie arbeitete sogar als ihre Assistentin bei Filmen wie „Freaky Friday“, „Schöne Bescherung“ (im Original „Christmas with the Kranks“) und „You Again“.
„Sie arbeitete zeitweise für mich, als sie zwischen Jobs war, als meine Schwester-Tante, und wurde ein fester Bestandteil meiner Familienstruktur. Ich vermisse sie heute, aber es tröstet mich zu wissen, dass sie in Frieden ist.“

In ihren späteren Jahren verlagerte Kelly ihren Fokus hinter die Kamera und führte Regie bei Dokumentarfilmen wie „Marby Jets Are Go“ und „Curling in Stanley“ – Projekte, die ihre Neugier auf Menschen, Gemeinschaften und alltägliche Geschichten widerspiegelten.
Eine Todesursache wurde nicht öffentlich bekanntgegeben.
Für Jamie Lee Curtis geht der Verlust jedoch weit über Hollywood hinaus. Es ist der Verlust einer Schwester, einer Vertrauten und einer lebenslangen Begleiterin, deren Anwesenheit ihr Leben von Anfang an geprägt hat.
Und als sie sich verabschiedete, tat sie es mit Kellys eigenem Lieblingssegen:
„Isten Veled.“
Gott sei mit dir.
Lies auch:
- Richard Gere zeigt erstmals seine Söhne – seltene Familienfotos aus dem neuen Leben in Spanien
- Jamie Lee Curtis begrüßt Kollegin mit Kraftausdruck – und das Internet liebt es