Mysteriöse Todesfälle in Südafrika: Deutsche Reederei-Erbin Caroline von Rantzau tot aufgefunden

Die junge Erbin eines wohlhabenden deutschen Schifffahrtsimperiums wurde unter mysteriösen Umständen in Südafrika tot aufgefunden – weniger als 24 Stunden, nachdem ein Mann, der als ihr Mentor und Vaterfigur beschrieben wird, ebenfalls tot auf demselben Anwesen entdeckt worden war.

Caroline von Rantzau, 26, wurde am 1. Juni in ihrem Zimmer auf dem Leeuwfontein Estate in der Provinz Limpopo tot aufgefunden.

Berichten zufolge waren kurz vor der Entdeckung ihrer Leiche Schüsse auf dem weitläufigen Grundstück zu hören gewesen. Die Behörden gehen davon aus, dass sie an einer Schusswunde starb.

Der schockierende Fund kam nur einen Tag nach einem weiteren tödlichen Schusswaffenvorfall auf dem Anwesen.

Zwei Todesfälle innerhalb von weniger als 24 Stunden

Am 31. Mai wurde Finanzmanager Arno Koën (44) tot aufgefunden, nachdem er mit einer 9-mm-Schusswaffe erschossen worden war.

Koën soll für von Rantzau weit mehr als ein Angestellter gewesen sein. Er wird als ihr Mentor, Vertrauter und sogar als Vaterfigur beschrieben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass von Rantzau mit einem Jagdgewehr des Kalibers .357 erschossen wurde – offenbar dieselbe Art von Waffe, die im Waffenschrank ihres Vaters aufbewahrt wurde.

Ihr Vater, Dr. Eberhart von Rantzau, ist Geschäftsführer der Deutschen Afrika-Linien (DAL), eines deutschen Schifffahrtsunternehmens, das seit Generationen in Familienbesitz ist.

Die Ermittlungen laufen

Die Polizei hat bislang noch nicht geklärt, was sich bei den beiden tödlichen Vorfällen genau ereignet hat.

Malesela Ledwaba, Sprecher des South African Police Service, erklärte, die Ermittler warteten auf die Ergebnisse der Autopsien, bevor über weitere Massnahmen entschieden werde.

„Die Ergebnisse der Autopsie werden den Ermittlern Aufschluss über die tatsächlichen Todesursachen geben und bestimmen, ob Ermittlungen gegen andere Personen eingeleitet werden“, sagte Ledwaba.

Bislang wurden im Zusammenhang mit keinem der beiden Todesfälle Festnahmen vorgenommen. Frühe Berichte, wonach von Rantzau bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei, wurden später zurückgewiesen.

Von Rantzau baute sich eine eigene Zukunft auf

Vor ihrem Tod hatte von Rantzau Berichten zufolge begonnen, eigene Geschäftsvorhaben zu verfolgen. Zuletzt hatte sie Grundstücke in der abgelegenen Region nahe der südafrikanischen Grenze zu Mosambik erworben.

Die DAL ist unterdessen ein bedeutender Akteur in der europäischen Chemietankerschifffahrt – das Unternehmen wird seit mehreren Generationen von der Familie von Rantzau geführt.

Die Ermittler haben bislang nur wenige Details zu der Tragödie veröffentlicht.

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