Sie war kalt, durchnässt und hielt kaum noch durch.
Eine ältere Braune Fledermaus, inzwischen Bea Arthur getauft, wurde in Gilbertsville, Pennsylvania, an einem Metallzaun hängend gefunden – klatschnass und völlig schutzlos nach einem Unwetter.
Das arme Tier hatte drei lange Tage dort ausgeharrt, zitternd und Fressfeinden ausgeliefert.
Fledermaus geretttet
Doch gerade noch rechtzeitig kam Hilfe.
„Das arme alte Mädchen hing drei Tage lang an einem Metallzaun in Gilbertsville, Pennsylvania“, sagte Stephanie Stronsick, Gründerin von Pennsylvania Bat Rescue (einer Auffangstation für Fledermäuse in Pennsylvania).
„Sie wurde von dem Hausbesitzer gefunden, der uns nach dem Fund auf Facebook schrieb. Das Tier hing völlig offen, Fressfeinden ausgesetzt und durchnässt vom Sturm der Nacht zuvor.“
Mit Handschuhen und viel Mitgefühl befreite eine Helferin Bea behutsam vom Zaun und brachte sie direkt ins Rehabilitationszentrum der Auffangstation. Von da an begann sich die Lage zu verändern.
Sobald sie in Sicherheit und trocken war, zeigte Bea ihre sanfte, scheue Persönlichkeit. Die Mitarbeiterinnen stellten fest, dass sie an einer Schwellung am Kopf litt – wahrscheinlich von einem Aufprall während des Sturms – die vorübergehende neurologische Symptome verursachte.
Sie erhielt Medikamente und viel Ruhe, und Tag für Tag begann die kleine Kämpferin zu gesunden.
„Sie ist ziemlich schüchtern, aber sehr lieb“, sagte Stronsick.
Bea ist eine Braune Fledermaus – eine für Nordamerika wichtige Art, die hilft, Insektenpopulationen in Schach zu halten und sogar einige Pflanzen zu bestäuben. Obwohl Fledermäuse oft missverstanden werden, sind Tiere wie Bea unverzichtbar für unser Ökosystem – und sanftmütiger, als die meisten Menschen denken.
Sie sind auch unglaublich soziale, neugierige und intelligente Tiere – und die meisten Arten gedeihen, wenn sie Artgenossen haben, mit denen sie interagieren können.

Konnte nicht in die Wildnis zurück
Das Team der Auffangstation gab Bea genau das, was sie brauchte: Zeit. Sie verbrachte den Winter damit, sich in einem warmen, sicheren Umfeld zu erholen. Als der Frühling kam, überprüfte das Team ihren Zustand, um zu sehen, ob sie in die Wildnis zurückkehren könnte. Doch anders als ältere Fledermäuse, die sie zuvor gepflegt hatten, war Bea dazu nicht in der Lage.
„Sie war unsere erste ältere Fledermaus, die nicht in die Wildnis zurückkehren konnte“, teilte die Auffangstation mit.
In der Vergangenheit waren die meisten älteren Fledermäuse in ihrer Obhut noch stark genug, um auf eigene Faust zu überleben. Doch Beas Alter und das erlittene Trauma hatten sie außerstande gesetzt, die großen Mengen an Insekten zu jagen und zu fressen, die sie zum Überleben benötigt. Stattdessen wurde sie offiziell im Schutzgebiet in den „Ruhestand“ versetzt, wo sie ihre Tage mit anderen nicht auswilderungsfähigen Fledermausfreunden verbrachte – zusammengerollt in ihrer Lieblingshängematte, ganz so, wie sie es mochte.
Und schließlich hat Stephanie eine Botschaft für alle, die eine Fledermaus in Not entdecken: „Kontaktiert einen zugelassenen Wildtierrehabilitator – versucht nicht, das Tier selbst zu handhaben. Dieser eine Anruf könnte ein Leben retten.“
Denn jedes Lebewesen, egal wie klein, verdient Sicherheit, Wärme – und jemanden, der zur Stelle ist, wenn es darauf ankommt.
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