Kai Trump in der Kritik: Hat sie die Buh-Rufe aus ihrem NBA-Video geschnitten?

Donald Trumps Enkelin Kai Trump steht nach einem Social-Media-Video von den NBA Finals unter Beschuss.

Die Kontroverse begann, als die 19-Jährige am Montag (8. Juni) ein Video von sich und ihrem Großvater während der Nationalhymne bei den NBA Finals veröffentlichte. Dazu schrieb sie: „Danke an 15SOF, dass ihr diesen besonderen Moment mit meinem Opa festgehalten habt.“

Das Video zog jedoch schnell Kritik auf sich, als Nutzer es mit der Live-TV-Übertragung des Spiels verglichen. In der Originalübertragung waren laut Berichten laute Buh-Rufe durch die Arena zu hören, als Donald Trump auf der Videoleinwand erschien. In Kais Version fehlten diese Buh-Rufe offenbar, was den Vorwurf auslöste, das Audio sei nachträglich verändert worden.

„Peinlich“ – Social Media reagiert empört

Social-Media-Nutzer machten schnell auf die auffällige Diskrepanz aufmerksam.

„Das Audio zu ändern ist schon dreist“, schrieb ein Nutzer, ein anderer pflichtete bei: „Peinlich, das Audio so zu manipulieren.“ Ein weiterer Kommentator ätzte: „Es ist irgendwie traurig, dass sie das Audio von Buh-Rufen zu Jubel ändern musste. Sind denn alle Trumps Lügner?“ Jemand anderes zweifelte gleich an der gesamten Authentizität des Clips: „Warum läuft in diesem Clip keine Nationalhymne? Als ich das Live gesehen habe, war die Hymne zu hören und die Buh-Rufe waren laut und deutlich. Das ist KEIN authentischer Clip.“

Kai Trump – Foto: Getty Images

Die Kritik richtete sich vor allem gegen das Fehlen sowohl der Hymnenmusik als auch der Zuschauerreaktionen, die nach Angaben vieler Zuschauer im Live-Stream klar zu hören gewesen waren. Viele sahen in den Unterschieden zwischen den beiden Versionen ein deutliches Zeichen dafür, dass das Material vor dem Hochladen bearbeitet wurde.

Ob das Audio absichtlich verändert oder einfach aus einer anderen Aufnahmequelle stammt, blieb nicht abschliessend geklärt – doch der Clip verbreitete sich rasant und zog weit mehr Aufmerksamkeit auf sich, als Kai wohl beabsichtigt hatte.

Während einige Kai in Schutz nahmen und auf mögliche Lizenzprobleme bei der Musiknutzung oder eine andere Aufnahmequelle hinwiesen, liessen sich andere davon nicht überzeugen. Die Vorwürfe kursierten weiter auf verschiedenen Plattformen. Weder Kai Trump noch Vertreter des Weissen Hauses äusserten sich öffentlich zu den Anschuldigungen.

US-Präsident Donald Trump posiert während der UFC 327 im Kaseya Center am 11. April 2026 in Miami, Florida, für Fotos mit Kai Trump. (Foto: Julia Demaree Nikhinson – Pool/Getty Images)

Erster amtierender Präsident bei einem NBA-Finals-Spiel

Die Debatte entstand, nachdem Trump die NBA Finals gemeinsam mit seiner Enkelin besucht hatte – als erster amtierender US-Präsident überhaupt bei einem NBA-Finals-Spiel. Obwohl der Präsident während der Nationalhymne unbeeindruckt wirkte, wurde die Reaktion des Publikums schnell zum Gesprächsthema im Netz. Videos aus der Arena zeigten, wie beim Erscheinen Trumps auf der Leinwand ein Mix aus Jubel und Buh-Rufen durch die Halle hallte.

Die New York Knicks schafften derweil ein historisches Comeback in Spiel 4 der NBA Finals: Nach einem Rückstand von 29 Punkten drehten sie die Partie noch und besiegten die San Antonio Spurs mit 107:106.

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