Foto: mz_weissenfels/ Twitter

Tierquäler schießen Kater in brutal in beide Augen – neues Herrchen macht nun Jagd auf die Täter

Als Christiane Ehrhardt ihren geliebten Sammy am Montagvormittag auf der Couch entdeckte, war er nicht dass quirlige Energiebündel, an das sie gewohnt war. Der Kater blutete und war schwer verletzt, doch was ihm zugestoßen war, wusste sie zunächst nicht.

Sie brachte ihn umgehend zu einer Tierärztin. Jene vermutete anfangs, dass Sammy von einem Auto angefahren worden war. Doch auf den Röntgenbildern entdeckte sie schließlich zwei Projektile eines Luftgewehrs, die in den Augenknochen des Katers steckten.

„Am Sonnabend hatte ich ihn noch gesehen, am Sonntag war er den ganzen Tag verschwunden“, erzählt die aufgewühlte Besitzerin der Mitteldeutschen Zeitung.

Der lebensfrohe Kater war zutraulich und bei allen beliebt. „Sammy war ein Clown“, ergänzt der Sohn des Frauchens. „Und nun sind seine Augen zerschossen.“

Die Projektile werden wohl für immer in seinem Körper bleiben müssen, eine Entfernung würde er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht überleben. Ein Auge hat Sammy bereits verloren, auf dem zweiten ist er fast blind.

Besonders grausame Tat

Jemand muss sich gezielt am Kater zu schaffen gemacht haben. Besonders perfide ist die Tat, weil es sich um keinen Schuss aus der Ferne gehandelt haben kann. „Er muss festgehalten und mit den Diabolos direkt aus nächster Nähe angeschossen worden sein“, erklärt Christiane Ehrhardt. „So etwas habe ich in meinen fast 40 Lebensjahren noch nicht erlebt,“ fügt ihr Sohn hinzu.

Leider konnte das nun pflegebedürftige Haustier nicht mehr zurück zu seiner alten Familie. „Wir haben keinen Zaun um unser Grundstück, und am Tag ist bei uns öfter niemand zu Hause“, erklärt Ehrhardt. Anfangs überlegte die 68-Jährige gar, Sammy einschläfern zu lassen, obwohl ihr schon der Gedanke das Herz brach. „Was ist denn das für ein Leben für dieses früher so liebenswerte, verschmuste, lebensfrohe und nun blinde Tier?“

Mittlerweile hat Sammy ein neues Zuhause. Peter Becker rührte der Bericht der MZ zu Tränen. „Bei solchen Geschichten bin ich nah am Wasser gebaut,“ erklärt er. Nun hat er den fast blinden Kater bei sich aufgenommen – und er ist fest entschlossen, die Täter zu schnappen.

Becker möchte neben Spenden auch Hinweise sammeln, um die Tierquäler ausfindig zu machen.

Sammy kommt ins Fernsehen

Sammys neues Herrchen hat sich mit dem Verein Tierschutz Zeitz zusammengeschlossen und medienwirksam die Suche nach den Peinigern seines neuen Freundes begonnen. Teil seiner Offensive ist ein Auftritt in der MDR-Sendung „Tierisch tierisch“, die am 5. September ab 19.50 im MDR ausgestrahlt wird.

Außerdem gibt es eine Belohnung für Hinweise, die der Polizei beim Aufspüren der Täter helfen. „Die dürfen nicht mehr ruhig schlafen und sollen immer Angst haben, dass die Polizei vor der Tür steht“, so Becker. Auch die Tierschutzorganisation hat eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

Wer etwas für die Versorgung von Sammy spenden möchte, kann dies auf dem Konto vom Tierschutz Zeitz, IBAN: DE17 8005 3000 3000 0348 37 unter dem Betreff „Sammy“ tun.

Was für eine grausame Tat. Hoffentlich hat Sammys neues Herrchen Erfolg und die Täter sind bald geschnappt.