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Tierschutz-Streit: Politiker wollen Verbot von Bären und Elefanten im Zirkus verhindern

Berlin: Tierschutz ist ein Thema, welches die Menschen spaltet. Zum einen gibt es diejenigen, die sich stark dafür einsetzen, Lebewesen aller Arten vor menschlichen und anderen gefahren zu schützen oder zumindest Leute, die ein Herz für Tiere haben.

Zum andere gibt es diejenigen, die mindestens davon ausgehen, dass es deutlich bedeutendere Themen gibt. Hinzu kommt eine kleine Ansammlung von denjenigen, die Tiere leiden lassen und keine Empathie für die Kreaturen entwickeln.

Immer wieder empören sich die Menschen, wenn sie von dem Schicksal einzelner Tiere oder ganzer Arten hören. Erst vor kurzem haben wir von Zirkuslöwe Mufasa berichtet, der 20 Jahre lang in Ketten lebte und endlich befreit wurde.

Nun ist in der deutschen Politik wieder ein Streit zum Thema Tierschutz aufgebrandet.

Schon über Jahre hinweg, gibt es Menschen, Organisationen und Verbände, die darauf hinweisen, dass Großtiere, wie Elefanten, Giraffen oder Bären, in keinster Weise artgerecht in einem Zirkus-Umfeld gehalten werden können.

Daher branden immer wieder Forderungen auf ein Verbot von Bären und Elefanten im Zirkus durchzubringen.

Die Agrarminister der Bundesländer haben sich daher gesammelt für ein Verbot von Wildtieren wie Bären, Elefanten, Giraffen oder Nashörnern ausgesprochen.

Ministerin streitet Unmöglichkeit der artgerechten Haltung ab

Wie die Rheinische-Post berichtet, liegt die Aussage des Bundeslandwirtschaftsministeriums vor, nachdem die Partei die Grünen zu diesem Thema angefragt hatten.

Darin wird angegeben, dass das zuständige Ministerium, um Bundesministerin Julia Klöckner (CDU), die festgestellten Tierschutzverstöße nicht belegen, dass eine tierschutzgerechte Haltung bestimmter Wildtierarten in Zirkusbetriebe mit wechselndem Standort nicht möglich ist.

Elefanten
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Das Ministerium soll gemeinsam mit Zirkussen an einem Konzept arbeiten, dass Tierhaltung und -transport vereinbaren.

Doch die Landwirtschaftsminister der Bundesländer haben am 12. April 2019 in einer Konferenz zu Protokoll gegeben: Di Ministerinnen, Minister und Senatoren der Agrarressorts der Länder halten ein Verbot der Haltung bestimmter Tierarten auch im Sinne von Artikel 20a Grundgesetz für zwingend erforderlich und Bitten die Bundesregierung mit Nachdruck, hierzu eine Rechtsverordnung zu erlassen.“

Bei Artikel 20a geht es darum, dass Tiere und deren natürliche Lebensgrundlagen geschützt werden.

Bereits vier Mal (2003, 2012, 2016 und jetzt 2019) haben die Länder dazu aufgefordert.

Schon 2016 haben sie erklärt, dass „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die vorgenannten Tierarten – selbst, wenn keine schwerwiegende Verhaltens- oder Gesundheitsstörung sichtbar sind – erheblich leiden.“

Bei diesem Tierschutz-Streit geht es vor allem um Bären, Elefanten, Giraffen, Nilpferde und Nashörner.

Bär
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Tierschutz-Streit im Mittelpunkt

Nun steht wiedermal ein Verbot von Bären und Elefanten im Zirkus zur Debatte.

Die Bundesregierung ließ verlauten, dass sie den erneuerten Antrag prüft „und abhängig von dessen Inhalt und seiner Begründung über weitere Schritte beraten.“, schreibt RP-Online.

In Deutschland gibt es derzeit mehr als 300 in Deutschland umherreisende Zirkusse, in denen Wildtiere zu sehen sind.

Diese Tierarten sind nicht nur durch ihre Zirkushaltung gefährdet. Sie sind auch Im Fokus von Trophäenjägern. Allein letztens wurde bekannt, dass ein „Wildhüter“ eigentlich nur auf der Jagd nach seltenen Tieren war und dabei über 5.000 Elefanten erschoss.

Unsere Mitbewohner auf der Erde müssen genauso beschützt werden, wie wir Menschen.

Dieser Tierschutz-Streit über das Verbot von Bären und Elefanten im Zirkus, muss geklärt werden.

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