Familie von Makayla Settles kämpft um Gerechtigkeit – während der mutmaßliche Täter auf freiem Fuß bleibt

Die Familie eines 18-jährigen Mädchens, das nach einem angeblichen Vergewaltigungsangriff durch ihren eigenen Vater durch Suizid gestorben ist, kämpft nun um Gerechtigkeit – während der Mann, der sie missbraucht haben soll, weiterhin auf freiem Fuß lebt.

Im Juli 2025, kurz nach ihrem 18. Geburtstag, verließ Makayla Settles Raleigh, North Carolina, und zog nach Moorpark, Kalifornien, um bei ihrem leiblichen Vater zu leben und am dortigen College zu studieren, so Fox 11.

„Sie freute sich wirklich darauf, hier in Kalifornien zu wachsen und erfolgreich zu sein“, sagte Makaylas Cousine Crystal in einem TikTok-Clip. „Wir alle freuten uns so, zusammen zu sein.“

Makaylas Mutter Carolina Sandoval und ihre kleine Schwester Jaida schlossen sich dem Abenteuer an und wohnten in einer separaten Unterkunft, während sie sich an das Leben in Kalifornien gewöhnte.

Doch dann nahm alles eine schreckliche Wendung.

„Angst in ihrer Stimme“

„Noch keine zwei Tage, nachdem sie bei diesem Mann eingezogen war“, sagte Crystal und zeigte auf ein Foto von Makaylas Vater Stephen Vincent Chavez, „erhielten wir am 21. Juli 2025 einen Anruf.

„Makayla rief meine Tante weinend an. Sie sagte: ‚Mama, kannst du mich bitte abholen?‘ Sagte nichts weiter.“

In Erinnerung an den Anruf erzählte Carolina gegenüber Fox: „Es war einfach die Angst in ihrer Stimme, ihr Weinen. Ich brauchte keine Details. Ich wusste, dass etwas nicht stimmte.“

„Hat sie brutal missbraucht“

Laut ihrer Familie hatte Settles das Haus in Panik verlassen – ohne Schuhe, kaum in der Lage zu laufen, und nur mit den wenigen Dingen, die sie hastig zusammenraffen konnte: ihrer Katze, ihrem Ausweis und ihren Ersparnissen.

Sobald Carolina sie sicher im Auto hatte, erklärte Crystal, dass die junge Frau ihrer Mutter erzählt habe, ihr „leiblicher Vater habe sie betrunken gemacht und sie in jener Nacht vier Stunden lang brutal missbraucht.“

„Sie konnte nicht einmal laufen vor dem Trauma und den Schmerzen, die er ihrem Körper zugefügt hatte.“

„Seine DNA wurde in seiner Tochter gefunden“

Settles wurde ins Krankenhaus in Simi Valley gebracht, wo ein Spurensicherungsset das Vorhandensein der DNA ihres Vaters bestätigte.

„Seine DNA wurde in seiner Tochter gefunden“, betonte Crystal und fügte hinzu, dass ihr Krankenhaushemd blutbefleckt gewesen sei.

Nach dem Eintreffen der Polizei wurde Chavez, 41, verhaftet und wegen vier Verbrechen angeklagt, darunter Inzest, Missbrauch einer Vertrauensstellung und Alkoholabgabe an Minderjährige. Er plädierte auf nicht schuldig und hinterlegte eine Kaution von 250.000 Dollar.

„Ich schrie, ich weinte. Ich konnte nur denken: Warum sollte er ihr das antun?“, sagte Carolina. „Das ist etwas, von dem sie sich nicht erholen konnte.“

Die Folgezeit und ein schwieriger Neustart

Nach ihrer Rückkehr nach North Carolina kämpfte Settles laut ihrer Familie mit Depressionen, und das Trauma belastete sie in den darauffolgenden Monaten weiter.

„Sie weinte und fragte, warum er dachte, es sei in Ordnung, ihr das anzutun“, sagte Crystal unter Tränen.

Und dann, im Dezember, etwa fünf Monate nach dem mutmaßlichen Angriff, starb die junge Frau durch Suizid.

Ihr Tod erschwert nun den Fall, da die Staatsanwaltschaft ohne ihre Aussage vorgehen muss.

Unsicherheit bei der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft des Ventura County gibt an, der Fall sei weiterhin anhängig – doch es bleibt fraglich, ob es ohne eine lebende Zeugin zu einem Prozess kommen wird.

„Die Staatsanwältin sagte im Wesentlichen: ‚Wir wissen nicht, ob wir einen Fall haben, weil sie nicht mehr da ist‘ – und als sie mir das sagte, sagte ich sofort: ‚Nein, das lassen wir nicht durchgehen'“, erzählte Carolina gegenüber Fox News.

„Wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich an, als hätte ich meine Tochter dem Teufel übergeben“, fügte sie hinzu.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, es gebe „keine Absicht, den Fall fallenzulassen.“

Familie kämpft um Gerechtigkeit

Settles‘ Familie hat Demonstrationen vor dem Gerichtsgebäude organisiert und trägt T-Shirts mit ihrem Namen und Foto, um Rechenschaft zu fordern.

Ihre Cousine Crystal Sandoval hat außerdem online über den Fortgang des Falls berichtet und öffentliche Unterstützung mobilisiert.

„Genau deshalb melden wir uns nicht zu Wort – weil das Justizsystem uns im Stich lässt, selbst wenn wir es tun. Bitte hilf uns, dieses Video zu teilen, damit alle Makaylas Geschichte kennen. Wir geben nicht auf, bis sie die Gerechtigkeit bekommt, die sie verdient“, schrieb sie in einem Instagram-Beitrag.

Was denkst du: Wie sollte Gerechtigkeit in diesem Fall aussehen? Teile diese Geschichte, damit Makaylas Name nicht in Vergessenheit gerät.

Wenn du selbst in einer schwierigen Situation bist oder Gedanken hegst, dir etwas anzutun, wende dich bitte an die Telefonseelsorge – kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar: Deutschland: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 | Schweiz: 143 | Österreich: 142

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