Ohio-Horrorhaus: Entfernter Verwandter meldet sich zu Wort und enthüllt schockierende Details

Ein entfernter Verwandter der 16 Kinder, die vergangene Woche aus einem offenbar als Horrorhaus bezeichneten Gebäude in Ohio gerettet wurden, hat sich nach den erschreckenden Enthüllungen zu dem Fall geäußert.

Am 30. Juni betrat die Polizei ein Haus im Vinton County in Ohio und entdeckte 16 Kinder zwischen 18 Monaten und 18 Jahren unter Bedingungen, die Beamte als entsetzlich bezeichneten. Die Kinder wurden gefunden, während Deputies einen nicht damit zusammenhängenden Fall untersuchten.

Vier Familienmitglieder wurden seitdem in Verbindung mit dem Fall angeklagt: die Eltern Elizabeth Siders (33) und Gary Siders Jr. (36) sowie die Großeltern Christina Siders (67) und Gary Siders Sr. (73) – alle wegen mehrfacher schwerer Kindeswohlgefährdung.

„Zustände, die man sich nicht einmal vorstellen kann“

Beamte, die das Grundstück betraten, beschrieben die Zustände als „erschreckend“. Ohios Generalstaatsanwalt Andy Wilson sprach von „Zuständen, die man sich nicht einmal vorstellen kann, dass Menschen darin leben – geschweige denn Kinder“ und bezeichnete das Gesehene als „pures Böses“.

Die Kinder seien weitgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten worden. Die Familie sei häufig umgezogen, die Kinder hätten nie eine Schule besucht, und mehrere hatten kaum oder gar keine Kommunikationsfähigkeit.

„Sie sahen fast aus wie wilde Tiere. Es war schrecklich“, so Wilson, während der Sheriff ergänzte, „die meisten ihrer Nutztiere wurden in besseren Bedingungen gehalten als ihre Kinder.“

Ermittler gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der Kinder die vergangenen vier Jahre in einem einzigen Zimmer von etwa dreieinhalb mal dreieinhalb Metern verbracht hatte – obwohl die Behörden glauben, dass der Missbrauch und die Vernachlässigung wahrscheinlich schon lange zuvor begonnen hatten.

Alle vier Angeklagten sind mit je 16 Anklagepunkten wegen schwerer Kindeswohlgefährdung konfrontiert. Jeder Anklagepunkt sieht eine Mindeststrafe von zwei und eine Höchststrafe von zwölf Jahren vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen bis zu 192 Jahre Haft. Alle vier haben auf nicht schuldig plädiert und werden gegen eine Kaution von je 300.000 Dollar festgehalten.

Onkel war „entsetzt“

Jetzt meldet sich ein entfernter Verwandter der Familie zu Wort. Ronnie Fletcher, der mit der Tochter von Gary Siders Jr. und Christina Siders verheiratet ist, sagte, er könne nicht begreifen, wie schwer der angebliche Missbrauch gewesen sein soll. Gegenüber WOWKTV erklärte er, seine erste Reaktion sei Entsetzen und Sorge um die Kinder gewesen.

„Es ist schwer zu erklären, was man empfindet, wenn man ein entfernter Verwandter ist“, sagte er. „’Was kann ich tun, um zu helfen?‘ Das war meine erste Reaktion.“ Sie hätten sich kaum je gesehen.

„Es war schrecklich für die Menschen, die keine Ahnung hatten, was in dem Haus vor sich ging und trotzdem mit dieser Familie verwandt sind. Wir haben Morddrohungen erhalten – man hat uns gesagt, wir sollen vor ein Erschießungskommando gestellt und verbrannt werden. Es war schlimm.“

Verheiratet mit nur 15 Jahren

Ronnie fürchtet auch um die Sicherheit seiner eigenen Familie.

„Meine Kinder, meine Töchter, wurden bedroht“, sagte er. „Wir mussten unsere Fotos von den Accounts löschen und alle unsere Social-Media-Profile löschen. Meine Frau kann nicht mehr zur Arbeit, weil sie im öffentlichen Bereich arbeitet und Angst hat. Das kostet uns Geld, weil wir unser normales Leben nicht mehr führen können – wegen etwas, mit dem wir nichts zu tun hatten.“

Unterdessen deckte Journalistin Lauren Conlin vom LA Magazine eine Reihe von Facebook-Posts auf, die angeblich von Elizabeths Bruder Jeremy Russell verfasst wurden. Darin behauptete er, seine Schwester sei „indoktriniert“ worden, und behauptete, der Staat „wisse etwas“, nachdem er die Behörden wiederholt aufgefordert habe, das Familienhaus zu untersuchen.

Laut öffentlichen Unterlagen aus Mason County heiratete Elizabeth Gary Siders Jr., den Vater der Kinder, am 31. März 2008 – da war sie gerade einmal 15 Jahre alt. Er war damals 19.

Diese Enthüllung fügt dem Fall eine weitere Dimension hinzu, während die Ermittler versuchen, die Ereignisse im Haus zu rekonstruieren und die Kinder den Beginn dessen beginnen, was Beamte einen langen Weg zur Erholung nennen.

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