Frau täuscht Krebserkrankung vor, sammelt öffentlich Spenden für Behandlung – gibt Geld für eigene Hochzeit aus

Krebs ist eine schreckliche und erdrückende Krankheit und jeder, der es bereits miterleben musste, ob als Patient oder Angehöriger, weiß das aus eigener Erfahrung.

Umso schockierender ist der folgende Fall einer Frau aus West Derby, England. Diese hat nämlich eine Krebserkrankung vorgetäuscht, um sich mit Mitleid und Spenden ihre eigene Traumhochzeit finanzieren zu können.

Wie englische Medien berichteten, rasierte sich die 29-jährige Toni Standen sogar ihre Haare ab, um den Schein zu wahren, gab Interviews mit unterschiedlichen Medienanstalten und sagte ihnen gegenüber, dass der Krebs „überall“ gestreut hätte.

Auf diese Weise erschwindelte sie sich bei Freunden, Bekannten und Unbekannten knapp 9.500 Euro.

Der Vater von Toni, Derek, war selbst todkrank und sie erzählte jedem, dass es sein größter Wunsch sei, sie zum Altar zu führen.

Diesen letzten Wunsch wollten ihre Freunde ihm erfüllen und gründeten eine GoFundMe-Spendenseite, um ihn wahr werden zu lassen. In der Beschreibung stand, dass sie Toni und ihrem Partner James „eine Hochzeit, die sie verdient haben“ schenken wollten.

Hochzeit findet statt

Für Derek war es aber zu spät, er starb einen Tag vor der Hochzeit, konnte aber dennoch teilnehmen. Er nahm zuvor ein Video auf, das während der Zeremonie abgespielt wurde.

Die ersten Zweifel kamen dann aber auf, als sich Toni völlig unangemessen verhielt, nachdem das Video vorbei war.

„Nach den ergreifenden Worten ihres Vaters ging Toni nach vorne und hielt eine tadellose Rede, machte sogar ein paar Witze“, sagte ein Gast.

„Ihre Mutter und ihr Bruder waren am Boden zerstört. Wir alle hatten gerade eine Nachricht des Vaters der Braut aus dem Jenseits gehört.“

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Das Kartenhaus der Lügen von Toni brach dann in diesem Jahr zusammen, als sie behauptete, sie wäre am Coronavirus erkrankt und ihre Freunde stellten sie daraufhin zu Rede, ob sie wirklich Krebs hat.

„Wir setzten uns zu dritt zusammen und filmten alles“, sagte ein Freund. „Wir fragten sie gerade raus: „Hast du wirklich Krebs?““

„Sie fing an zu weinen und gab zu, dass alles eine Lüge sei. Wir beendeten das Gespräch und riefen sofort die Polizei.“

Toni wurde dann für schuldig befunden, in der Zeit von Februar 2019 bis April 2020 Betrug begangen zu haben.

Eine Freundin von Toni, Cheryl Aston, die 600 Euro gespendet hatte, sagte: „Sie hätte einen Oscar dafür verdient gehabt, sie spielte ihre Rolle perfekt. Sie hat uns alle reingelegt. Wir haben ihr alles geglaubt.

Sie erzählte mir, dass sie sterben würde, und ich glaubte ihr.

Sie sagte, sie wolle mit ihrem Vater zum Altar gehen, ehe einer von ihnen stirbt. Jeder wollte helfen. Manche hatten nicht so viel, wollten sie aber trotzdem unterstützen.

Ich wollte auch unbedingt helfen, doch ich konnte nicht viel geben. Ich fragte, was sie von einer Spendenaktion hält und sie sagte „Yeah, yeah, jedes kleine bisschen hilft““.

Was für ein Missbrauch von Vertrauen, kaum vorstellbar, dass jemand wirklich über Monate in der Lage war, jeden anzulügen und Geld einzusacken.

Teile diesen Artikel, wenn diese Frau mit der vollen Strenge des Gesetzes bestraft werden sollte.