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Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) plant, dass Falschparker auch mit Punkt in Flensburg bestraft werden sollen

Wer in einer Stadt mit viel Straßenverkehr lebt, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal Autos oder Lastwagen im Halteverbot gesehen haben.

Sie stehen entweder in extra gekennzeichneten Bereichen, wo auf keinen Fall geparkt werden darf, oder in zweiter Reihe und behindern damit den Verkehr.

Zwar werden diese Autofahrer meist auch dafür in Form von Geldstrafen oder dem Abschleppen des Autos bestraft, doch weitere Konsequenzen haben sie in der Regel nicht zu fürchten. Für viele sind diese Strafen aber nicht von großer Bedeutung, weswegen schnell mal verbotenerweise stehengeblieben wird.

Dieser Bußgeldkatalog könnte sich aber nach Plänen des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) jetzt aber erweitern, damit die Falschparker mehr abgeschreckt werden.

Mal kurz am Straßenrand stehenbleiben, schnell eine Besorgung erledigen und schon kann die Fahrt weitergehen.

So oder so ähnlich denken viele Autofahrer, die im Straßenverkehr unterwegs sind. Dass sie dadurch aber andere Verkehrsteilnehmer gefährden, ist ihnen in solchen Momenten entweder egal oder sie nehmen es wissentlich in Kauf.

Wie die Welt berichtete, sollen deswegen die Strafen für Falschparker erhöht werden und neben einer Geldstrafe oder dem Abschleppen des Autos noch Punkte in Flensburg drohen.

Eine solche Änderung sieht Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor und möchte sie auch im Bußgeldkatalog festhalten.

Dazu gehört, dass unzulässiges Halten in zweiter Reihe, parken auf Geh- und Radwegen oder auf Schutzstreifen für Fahrradfahrer „die Eintragung eines Punktes im Fahreignungsregister in Flensburg neu verankert.“

Punkte in Flensburg

Die SPD hatte zuvor eine Anfrage bezüglich dieses Sachverhalts an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestellt und diese geplanten Änderungen als Antwort erhalten.

Zunächst war nur bekannt, dass die Bußgelder für alle drei Verstöße auf bis zu 100 Euro ansteigen sollten.

Für Ulli Nissen, SPD-Abgeordneter, sind diese Änderungen nötig, wie er gegenüber der Welt berichtete:

„Wem Geld egal ist, den schmerzen Punkte schon eher“, denn jeder wisse genau „wo er parken oder halten darf und wo nicht. Und trotzdem ignorieren einige die Regeln.“

Es sei nur folgerichtig, „dass zu den Geldbußen jetzt auch Punkte dazukommen sollen.“

Falschparker gefährden nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern sorgen auch für Verzögerungen und Verspätungen.

Deswegen ist ein Vorstoß, diesen Menschen mit mehr Konsequenzen zu drohen, nur folgerichtig.

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